Beiträge von Der_Planer

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    Zitat von Holzwurm77

    ....Aufmaß der Dachflächen.... Referenzmaße....


    Ein Dachfenster ist als Referenzmaß zu klein, um damit eine große Fläche zu bestimmen.
    Beispiel: Ein 78 cm breites DFF müsste 15-fach skaliert werden, um eine ca. 12 m breite Dachfläche auszumessen. Der Fehler, der durch die systembedingten Ungenauigkeiten entsteht, wird im selben Verhältnis wie das Referenzmaß multipliziert.
    Es ist besser, große Referenzmaße zu haben, und z.B. aus der Dachbreite Rückschlüsse auf die Größe und Lage eines DFF zu bekommen.

    Mit einem Tachymeter ist es natürlich einfach, unzugängliche Strecken zu messen. Viele Maße lassen sich mit einem Disto ermitteln. Man kann z.B. eine Sparrenlänge am Ortgang sehr genau durch die Differenz von 2 Messungen ermitteln. Es kommt nur auf den Standpunkt an.

    :exclamation_mark: Tipp: Mit Hilfe eines Fotostativs lassen sich Differenzlängen (auch Additionslängen) sehr präzise mit dem Disto messen.

    Der HRB-Editor kann problemlos mit verschnittenen Wandecken umgehen; er braucht sie sogar.

    Bei manueller Eingabe der Wandkonstruktion schneide ich die Wände im Grundriss auf die Länge, wo die letzte Pfostenkante steht.
    In der Wandkonstruktion korrigiere ich die Lagenkonturen für die Platten.
    Danach die komplette Belegung mit Platten und Ständerwerk.

    - Wände im Grundriss anlegen (mit allen erforderlichen Lagen)
    - Öffnungen / Verschneidungen nach Bedarf

    Programmteil 'Wandkonstruktion'
    - Bauteile Platten Anlegen (5-7)
    - Wandbearbeitung Lagenkontur (3-2...4): Kontur nach Bedarf korrigieren
    - Bauteile Platten Eingabe (5-8)
    - Platte hängt am Cursor und wird platziert. Platten werden an Konturgrenzen automatisch geschnitten.
    - fertig.

    Mit FixFoto ziehe ich die Fotos gerade. Die tonnen-/kissenförmige Verzerrung lässt sich automatisch für referenzierte Kameras/Objektive berechnen. Für einige Kameras gibt es auf der Homepage Korrekturprofile zum Download; man kann sie aber auch nach Anleitung selbst erstellen.
    Die perspektivische Korrektur kann man nur optisch vornehmen. Dabei ist nicht gewährleistet, dass Breite und Höhe den selben Maßstab haben. Messungen in einer Richtung kann ich mit FixFoto machen. Etwas bequemer geht es mit Curamess oder Fotoaufmass, weil damit auch im Schrägbild gemessen werden kann.

    Ich habe verschiedene Lösungen gesehen, verwende aber selbst nur eine Kombination aus 2 billigen Programmen. Für meine Zwecke hat das bisher gereicht.
    Mit den Profi-Programmen habe ich selbst noch nicht gearbeitet, und kann daher keine Empfehlung geben.

    Bleib in der Wandkonstruktion!
    Du kannst das Holz in der richtigen Lage direkt eingeben, oder wie alle anderen Hölzer in der Lage Null, nur nicht vorne oder hinten bündig, sondern mit "Wert/Tiefe" aus der Lage verschieben.
    Der Vorteil: Wenn es in der Wandkonstruktion erzeugt wird, gehört es automatisch zur richtigen MOS und wird im Wandplan dargestellt.
    Falls es im ersten Anlauf nicht perfekt gelingt, kannst Du es immer noch in Dicam bearbeiten.

    Es kommt nicht nur auf das Programm an, sondern auch sehr viel auf das Foto und die Referenzmaße.
    Grundsätzlich kann man aus dem Foto immer nur in einer Fläche messen. (Ich meine damit die für Handwerker bezahlbaren Programme.) Die Aufnahme sollte eine möglichst gerade Ansicht zeigen. Je nach Kamera, Objektiv und Brennweite muss die tonnen- oder kissenförmige Verzerrung des Bildes berücksichtigt werden. Manche teuren Messprogramme können das, indem sie das Bild mit markierten tachymeter-eingemessenen Punkten geraderechnen.
    Billige Programme machen das nicht, bzw. brauchen entsprechend vorkorrigierte Fotos. Auf jeden Fall brauchen diese Programme pro Messfläche möglichst lange und genaue Referenzmaße in Waage und Senkel.
    Bei optimalen Voraussetzungen kann man auf einige Zentimeter genau aus diesen Bildern messen. Zur Angebotserstellung, zur groben Aufmaßkontrolle oder zur Erstellung von 1:100-Ansichten kann die Methode geeignet sein. Eine verbindliche Fensterbestellung würde ich auf der Grundlage nicht unterschreiben.

    Ein anderes Thema sind natürlich die professionellen Fotogrammetrie-Programme. Damit kann man komplexe 3D-Strukturen mit Hilfe einiger Tachymeterpunkte und Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven ziemlich exakt nachbilden. Diese Anwendungen sollte man als Handwerker nur als Dienstleistung in Anspruch nehmen.

    Dafür kann es verschiedene Gründe geben.
    - Türöffnungen können in einer falschen Höhe sitzen, sogar außerhalb der Wandhöhe (Kontrolle in OpenGL!)
    - Bei der Ablage kein Haken bei 'Fenster Türen darstellen'
    - Im Plancad: Layer ausgeschaltet

    Die OSB-Platte der Längswand wurde noch nicht eingegeben, also ist sie nicht sichtbar. Die leeren Lagen der anderen Wände werden in der Ansicht nicht dargestellt.

    Ein Wandkörper lässt sich nicht kopieren. Alle Wände müssen im Grundriss erzeugt werden. Die Bauteile einer Wand lassen sich aber kopieren. Benutze dazu die 'Teilkonstruktionen'.


    Automatische Wandanschlüsse sollte man nur benutzen, wenn man auch den HRB-Editor einsetzt. Im Editor greifen dann die programmierten Lagenverschneidungen verschiedener Anschluss-Situationen.

    Für die manuelle HRB-Eingabe empfehle ich, die Wandlängen im Grundriss manuell zu begrenzen.