Und die Sache mit der Bundseite beim Fachwerk kann auch gelöst werden. Bzw. gibt es dafür extra eine Funktion in der Software. Der Maschinenführer sieht dann auf welcher Seite des Stabes die Bundseite ist. Das setzt natürlich voraus, das der Maschinenführer auch weiß was das soll und wie er nun arbeiten muss.
Natürlich ist in diesem Fall der Maschinenführer das schwächste Glied in der Kette. Bei vorhandener Querschittskontrolle an der Maschine, kann diese sogar sicherstellen, dass das Ergebnis, nämlich die Parameter von der Bundseite zu verwenden, dem Handabbund gleicht.
Ich habe vor kurzem ein tolles Fachwerkhaus aus Douglasie - Leimholz gesehen.
Wundervoll anzusehen, und als ich angehalten habe um mir das näher anzuschauen fiel mir gleich auf, dass die Leimfugen des Bauholzes mal außen und mal auf der Seite waren. Schade für dieses schöne Haus dachte ich.
Ich fand nur 3 Erklärungen dafür.
Entweder mit einer Software eingegeben die keine Bundseite kann. Der Maschinenführer kein Zimmerer war, bzw. kein Auge dafür hatte, oder schlicht weg nur aus Zeiteinsparung darauf keine Rücksicht genommen wurde, oder einfach nicht darauf geachtet wurde.
Manfred, hättest du an der Maschine gestanden, wäre das nie passiert.
Von der Verarbeitung her war es sehr gut. Das Leimholz war auch sehr maßhaltig.
Wenn ich sichtbares Fachwerk auf Maschine abbinden will, muss ich ein paar Regeln beachten.
1. ich muss eine Bundseite bestimmen.
2. Der Maschinenführer muss informiert werden, dass er darauf, auch auf Kosten der Zeit, zu achten hat
3. Zapfen werden immer abgesetzt, damit die bei Querschnittsschwankungen der Hölzer, trotzdem ein passgenaues Ergebnis erzielt werden kann. (keine offenen Zapfenlöcher und dergleichen)
4. die Qualität des Holzes muss gewährleistet sein.
5. Das Werkzeug muss ordentlich scharf sein.
Sicher habt ihr Profis noch weitere Regeln.
Aber eins ist natürlich klar, die Maschine ist nur das Werkzeug, mit dem gearbeitet wird. Die Fehler macht nicht die Maschine, sondern die Menschen die die Maschine bedienen.