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Ich messe immer 2-3 Sparren in der Dachfläche, ob Oberkante oder Unterkante und schiebe meine neue Dachfläche dann, sodass es mit allen gemessenen Punkten passt.
Also ich nehme einen Mittelwert aus den gemessenen Punkten.
So vermeide ich, dass ich eine windschiefe Dachfläche bekomme, die ich mit der 3 Punkt Methode hätte, oder ?
Deine Mittelwert-Methode nehme ich auch meistens. Damit ist gewährleistet, dass die Traufen parallel zum Mauerwerk laufen, so dass die Dachausmittlung nicht unnötig kompliziert wird. Neigung und Höhe werden dann so angepasst, dass es mit den maßgebenden Messpunkten weitgehend übereinstimmt.
Bei Dachflächen, die schräg im Raum liegen, nehme ich gerne die 3 Punkte. Aus 3 Punkten kann nie eine windschiefe Fläche entstehen, das ist per Definition so. Egal, wie ich danach das Grundrisspolygon erweitere, läuft diese Fläche immer durch die 3 Punkte, auch wenn diese dann keine Eckpunkte mehr sind. Da wird nichts windschief. Es kann natürlich sein, dass die 3 Punkte nicht völlig korrekt in die Dachausmittlung passen, weil man z.B. eine durchgebogene Situation gemessen hat. Dann liegt die Fläche natürlich ein wenig anders und muss entsprechend räumlich korrigiert werden.
Am Anfang jeder Messung muss ich bei der Stationierung des Geräts Höhe und Bauwerksrichtung messen. Der 1. Punkt gibt Höhe ±0,0 im Programm vor und die beiden zuerst gemessenen Punkte zusammen liegen parallel mit der Y Achse im Programm.
Bei meinen Messungen brauche ich keine Ausrichtung. Ich stelle den Builder einfach auf, lege den ersten Standort an und beginne mit dem Messen. Das Messmodell kann ich nachträglich nach Belieben drehen und in der Höhe schieben. Ich bin also nicht festgelegt, an einem Standort zu beginnen, von dem aus ich die Höhe und die y-Richtung festlegen muss. Mein erster Standort richtet sich vielmehr danach, dass ich strategisch günstige Passpunkte einmessen kann, die mir möglichst alle Standortwechsel ermöglichen. Passpunkte der "ersten Generation" sind für mich die besten. Weil bei jedem Standortwechsel kleine Ungenauigkeiten auftreten, möchte ich möglichst keine angehangelten Passpunkte. Das lässt sich zwar nicht immer vermeiden, aber so ist meine Strategie.
Bei einfacheren Bauwerken ist es dann kein Problem über die Ansichten die Dachflächen zu konstruieren.
Sobald aber meine gemessenen Profile nicht parallel oder einigermaßen parallel zu einer Programmachse liegen, wirds bisschen kniffliger.
Und hier könnte ich dann mit der direkten freien Dachfläche gehen?
Es kommt darauf an, wie das ganze Bauwerk aussieht. Wenn sich das Dach über einen geschlossenen Grundriss eingeben lässt, dann würde ich das bevorzugen. Oft ist es ja so, dass eine Bestandswand die Richtung der Traufe vorgibt. Danach hat man zum Anpassen der Fläche nur die Neigung und die Höhe. In der Dachausmittlung haben wir die schöne Möglichkeit, das Modell räumlich drehen zu können. Das nutze ich, um die schräg liegende Fläche so in die Ansicht zu drehen, dass ich sie visuell mit den Aufmaßlinien abgleichen kann. Ja, es kommt vor, dass ich die Neigung mehrmals in kleinen Schritten annähere und in der Höhe schiebe, solange bis sie die beste Übereinstimmung mit dem Aufmaß hat. Es kommt ja auch immer darauf an, was wirklich passen muss. Wenn angebaut wird, ist natürlich der eine Sparren maßgebend, mit dem das neue Dach fluchten muss. Wenn ein altes Dach komplett durch ein formgleiches neues ersetzt wird, dann muss das Dach in sich stimmig sein, und es spielt keine Rolle, ob eine Fläche um ein paar Zentimeter anders liegt als vorher.
Was mich bisher immer bisschen gestört hat, an der freien Dachfläche das man keinerlei Einfluss auf die Dachflächenausführung hat. Deswegen habe ich diese oft gemieden.
Oder liege ich hier falsch?
Das ist nicht so. Freie Dachflächen können mit jeder Flächenausführung erzeugt oder nachträglich belegt werden.
Das 1. Bild zeigt die Daten DWG/DXF als 3d Hilfsgeometrie
Das 2. Bild nachdem ich die Punkteliste eingelesen habe
Die Punkteliste würde ich mir sparen. Alle Linien und Punkte liegen doch auf benannten Layern, das reicht vollkommen.
Auf beiden Bildern ist die Layerstruktur zu sehen die mein Messgerät vorgibt.
Ein Messgerät gibt Layerstrukturen vor?? Eigentlich gebe ICH diese vor.