Beiträge von Der_Planer

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    Natürlich ist das möglich. Du kannst beim Einfügen des Bildes die genaue Größe bestimmen. Wähle zunächst eine etwa formatfüllende Einstellung. Zeichne eine Linie, von der Du die Länge weißt, und teile das gezeichnete Maß durch das Maß auf dem Bild. Du bekommst eine Verhältniszahl. Lösche das Bild, und lies es nochmal ein, indem Du die vorher eingegebene Kantenlänge mit der Verhältniszahl verrechnest. Damit ist das Bild im gewünschten Maßstab.

    Zitat von Matthias Schwarz

    Hallo Gottlieb


    klar gibt es viele Lösungen, und deine war zum Zeitpunkt zu dem du damit angefangen hast bestimmt richtig und gut.


    Heute kannst du dir den Weg aber sparen, da du direkt ins System messen kannst. Ich werde dir das bei nächster Gelegenheit mal zeigen.

    Mit meiner Lösung fahre ich ganz gut, ich habe mich an den Ablauf gewöhnt, und die Geräte arbeiten zuverlässig.
    Auf der Messe in Stuttgart habe ich schon gesehen, wie Du Daten mit dem 3D-Disto einliest, und das hat mir gefallen. Dennoch bin ich nicht so ganz glücklich. Ich habe "nur" den Builder. Um damit ins Programm zu messen, müsste ich wieder investieren:


    - Dietrich's Schnittstelle zum Builder
    - TheoOnline Software für die Datenübertragung
    - baustellen- tageslicht- und wettertauglicher Laptop
    - Anbau-Halterung ans Gerätestativ
    - Zusatzakkus für 10-Stunden-Mess-Tage


    Die Vorteile, direkt ins Programm zu messen, sind mir noch nicht genug, meine bisherige Methode aufzugeben, die ja auch nicht ganz billig war. Hätte ich diese Lösung nicht, wäre der Einstieg sicher schneller entschieden.
    Spare ich tatsächlich Zeit damit, weil das Modell schon fertig ist, wenn ich die Baustelle verlasse? Dauert das Aufmaß an der Baustelle durch das parallele Konstruieren nicht länger als wenn ich nur Linien aufnehme? Im konkreten Fall hätte das eine Übernachtung mehr gekostet. Zu viele offene Fragen. Interessant wäre ein Vergleich vor Ort, indem jeder die Baustelle mit seiner Methode aufmisst, und später werden die Ergebnisse übereinandergelegt und verglichen.


    Dazu kommt noch die technische Seite. Als Beispiel soll mal das aufgemessene Gebäude dienen, das ich hier gezeigt habe. Ich könnte z.B. keine komplette Decke einmessen und eingeben, weil ich diese nicht von einem Standpunkt erfassen kann. Die Deckeneingabe muss also unterbrochen werden, und aus drei oder vier Standorten zusammengesetzt werden. Mit Wänden und Dachschrägen geht es oft genauso. Wie wird das mit dem Programm gehandhabt?


    An vielen Baustellen ist es so, dass Wände und Säulen nicht genau lotrecht stehen, und Decken keineswegs immer waagerecht liegen. Im Programm werden diese Bauteile natürlich idealisiert eingegeben, und das mache ich natürlich auch so. Anhand der Messpunkte kann ich nachvollziehen, wo die Bautoleranzen sind, wo und um wieviel die Deckenkanten in der Breite und in der Höhe abweichen, und um wieviel die Wände aus dem Lot stehen, oder sogar gebogen sind. Ist das alles auch möglich, wenn ich direkt ins Programm messe?

    Viele Wege führen nach Rom.
    Schon lange bevor Dietrich's die Aufmaße direkt einlesen konnte, habe ich eine 3D-Aufmaßsoftware gekauft. Das Programm läuft auf einem PDA, und ist an der Baustelle handlich zu bedienen. Das Messgerät dient hier als 3D-Cursor, der im PDA direkt 3D-Linien erzeugt. Diese können layersortiert als 3d-dxf exportiert und in Dicam layersortiert eingelesen werden.

    Ich hatte schon Daten aus Nemetschek als 3D-dxf bekommen, und konnte sie größtenteils in Dicam importieren. Außer dem normalen dxf-(Linien)-Import gibt es auch einen optionalen 3D-Volumen-Import. Damit konnte ich etwas erreichen.


    Beim Export aus Nemetschek müssen die Daten als Volumendaten erzeugt werden. 3D-Linien reichen dafür nicht.

    Zitat von Holzkopf2

    ... Wie geht das mit der 360° fotografie? Braucht man dafür ne spezielle Kamera?

    Im Prinzip kann man mit jeder Digitalkamera 360°-Bilder machen. Es gibt jedoch bestimmte Kombinationen, die sich besonders dafür eignen.
    Ich verwende eine digitale Spiegelreflexkamera mit Circular-Fisheye-Objektiv. Für die "fliegenden" Bilder einen 6-Meter-Mast und einen Funkauslöser.
    [Blockierte Grafik: http://www.sonyuserforum.de/galerie/data/thumbnails/6/JMatern_110712_6696.jpg] [Blockierte Grafik: http://www.sonyuserforum.de/galerie/data/thumbnails/6/JMatern_110712_6698.jpg]
    Dazu verschiedene Bildbearbeitungs-Software und ein bisschen Übung...



    Zu den Messgeräten:
    Meinen Builder würde ich nicht gegen einen 3D-Disto eintauschen. Als Ergänzung wäre es eine Überlegung wert.
    Die Vorteile des Builders sehe ich in der Reichweite und in der Zielgenauigkeit auf längere Entfernung. Wenn ich z.B. ein Gebäude messen will, das nicht rundum zugänglich ist, ist es schwierig, das Gerät umzusetzen, denn dafür braucht man mindestens zwei Übertragungspunkte, die man von ersten Standort einmessen, und vom zweiten Standort wieder aufnehmen muss. Wenn z.B. eine Garage auf der Grundstücksgrenze dazwischen steht (kommt ja oft vor), dann wird es schwierig, geeignete Übertragungspunkte zu finden. In so einem Fall ziele ich über die Garage und den Garten auf einen markanten Punkt des Nachbargiebels, der gerne 60-80 Meter entfernt sein darf. Durch die 30-fache Fadenkreuz-Optik kann ich den Punkt wesentlich genauer anzielen als mit der eingebauten 8-fach-Zoom-Kamera des 3D-Disto. Den Laserpunkt sieht man auf diese Entfernung, und erst recht bei Sonnenschein schon längst nicht mehr.
    Für den Innenbereich, für kürzere Distanzen oder bei Dämmerung hat der 3D-Disto ganz gewiss Vorteile. Auch bezüglich der Aufstellung (z.B. ohne Stativ einfach auf den Boden oder auf eine Mauerkrone) hat der 3D-Disto die Nase vorn. Die eingebauten Messfunktionen und die Kontrolle per Fernsteuerung sind für manche Einsatzzwecke unübertroffen. Man muss nur die Grenzen kennen.

    Die Messgenauigkeit des Entfernungslasers liegt bei ±3mm. Die Winkelgenauigkeit horizontal und vertikal sind 9 Bogensekunden, das bedeutet, auf 100 Meter Entfernung können 4,5 mm in der Breite/Höhe unterschieden werden. Das reicht für Gebäude der hier gezeigten Größenordnung allemal. Die Toleranzen des Betonbauers sind wesentlich größer. Sie liegen bei diesem Bau im Bereich bis zu 2-3cm.
    Sämtliche gemessenen Punkte werden räumlich erfasst und festgehalten. Bei einem händischen Aufmaß müsste man ein Koordinatensystem (Schnurgerüst oder ähnliches) legen, und jeden Punkt dreimal messen: Längsbezug, Breitenbezug und Höhe. Beim Tachymeter wird dies alles durch eine einzige Messung festgehalten. Weil der Aufwand um so viel geringer ist, wird man mit dem Tachymeter viel mehr Punkte aufnehmen als beim Handaufmaß. Das Messnetz ist genauer, ausführlicher und aussagekräftiger.
    Einen kleinen Nachteil hat das Messen mit Laser: Man kann immer nur gegen eine Fläche messen, also nur die Sichtseite. Es gibt aber genügend Mittel und Wege, auch die "unsichtbaren" Punkte festzuhalten.


    Wirtschaftlich: Davon bin ich überzeugt. Ich glaube kaum, dass zwei Leute mit Bandmaß, Lot und Nivelliergerät die beiden Gebäudeteile so detailliert in drei ganzen Tagen aufgemessen hätten, und danach auf wenige Millimeter genau sämtliche Wand-, Säulen- und Deckenkanten in ihrer räumlichen Lage samt Höhen- und Breitentoleranzen in ihrer korrekten Lage zueinander darstellen können. Ich hab's alleine an einem Tag gemacht.



    charly:
    Die meisten meiner Aufmaße dokumentiere ich auch per Bildaufnahme, so dass man alle Ecken und Kanten am Bildschirm nochmal vor Augen hat. Wenn es sich lohnt, fotografiere ich auch in 360°, und weil es bei diesem Bau hauptsächlich um Fassaden geht, muss man auch "fliegen" können... ;)
    Spaß beiseite, die Kamera hatte ich auf einem 6 Meter hohen Mast befestigt.


    Wer so etwas für seinen Internetauftritt gebrauchen kann: Ich fotografiere auch gerne fertig gebaute interessante Projekte auf diese Art.

    Das ist ein Aufmaß, das man am allerbesten mit einem Tachymeter macht. Das ist etwas anderes als ein Laserscanner, auch wenn hier ebenfalls mit Laser gemessen wird.
    Vor kurzem habe ich damit zwei Gebäude aufgenommen, an denen die Außenwände in HRB Passivbauweise gebaut werden. Gerüste sind für diese Messmethode hinderlich, denn sie verdecken möglicherweise die Punkte, die man mit dem Gerät anzielen will.


    Die Fassaden, Deckenkanten, Wandkanten und Säulen sowie die Dachschrägen der beiden Gebäudeteile zu messen hat einen (verlängerten) Arbeitstag gedauert. Alleine versteht sich.


    Das gelbe Messgerät ist auf dem Bild zu sehen. Es steht im Hof neben dem Baucontainer.

    [Blockierte Grafik: http://abbund-cad-service.de/baustelle-neubiberg/fassadenaufmass.jpg]


    Ins Bild kann man klicken, Maustaste festhalten und etwas ziehen, dann sieht man mehr.

    Zitat von Zimmermaxi91

    Hallo Leute
    ich hätte ein problemchen ich bekomme die Seitenansichten nicht hin kann mir da einer behilflich sein

    Seitenansichten eines Bauwerks erzeuge ich in Dicam. Ich schalte alle Teile aktiv, die in der Ansicht zu sehen sein sollen, berechne die Ansicht mit verdeckten Kanten und erzeuge daraus eine Planablage.

    Hmmm. Schwer zu sagen. Deine Beschreibung scheint in Ordnung, bis auf die Schnitterzeugung mit 9-9. Das wäre in meinem Programm die 9-8 (Schnittbereich).


    Sieht nach Programmfehler aus.


    Wird es besser, wenn Du den Schnitt nicht in der Dachausmittlung, sondern im Dachtragwerk oder in Dicam aufrufst?

    Hast Du die dwg-Datei vielleicht noch in einem anderen Programm geöffnet? Dann schließe sie dort, und versuch den Import nochmal.

    Das kannst Du als Gerberstoß eingeben (Bezugseite auf Wahl oder Seitenfläche D/F). Die Stirnflächen sind dann allerdings rechtwinklig zur Holzoberfläche (nicht so spitz wie gezeichnet), und die Bohrbilder musst Du manuell eingeben. Natürlich geht das auf die Maschine.