Es gibt mehrere Gründe direkt in die Software einzulesen.
Ich versuche mal ein paar aufzuzählen.
Du misst ein Gebäude auf bei dem du die Ecke nicht sauber treffen kannst bzw. sie vielleicht auch abgebrochen ist. Dann musst du jeweils auf jeder Wand mindestens zwei Punkte schießen. Wenn du zu Hause bist musst du diese vier Punkte noch erkennen, um dann die eigentliche Ecke daraus zu bilden.
Messe ich direkt in die Software mache ich das gleiche, nur dass sich die unnötigen Messpunkte gleich wieder entfernen kann und so eine saubere Zeichnung bzw. Aufmaß habe.
Der nächste Punkt ist beim Aufmaß der Bodenplatte.
Da in der Software eine Scanfunktion integriert ist, die auch beim Bilder 309 funktioniert, kannst du von der Bodenplatte den höchsten Punkt finden. Nicht indem du einfach wahllos auf der Decke umherschießt, und zu Hause dann den höchsten Punkt finden musst.
Mit der Scanfunktion nimmst du dir einen vorbestimmten Punkt. Dieser ist ein Referenzpunkt. Danach stehst du mehrere Punkte entlang der Außenkante des Gebäudes, dort wo du Innenwände stellst, und überall dort wo du weißt dass du eventuell die Höhe bräuchtest. Alle angeschlossenen Punkte zeigen dir sofort die Höhendifferenz zu deinem Ursprungspunkt an.
Nächste Situation ist eine Bestandswand auf zu messen. Auch diese kann ab gescannt werden sodass ich sofort erkennen kann der weiteste Punkt nach außen liegt. Dann kann ich da davor eine Wand einbauen und in die Wandkonstruktion dieser Wand wechseln. Wenn ich jetzt in die Fensternischen ziele, werden mir alle gemessene Punkte im Lot auf die neu eingegebene Wand gezeichnet. Das bedeutet ich geh einfach auf Linie zeichnen, und schieße dann jeweils in die Fensternischen, wobei ich für jede Fensterkante einfach zwei Punkte wahllos anklicke ohne genau durch den Sucher schauen zu müssen. Auf der Wand zeichnet sich dadurch ein Rechteck mit abgefasten Ecken. Also einer Verbindungslinie von der senkrechten Fensterkante zur waagrechten Fensterkante. Dieser lösche ich gleich und fertige über die Funktion Ecke sofort die richtige Fensterecke an.
Alle Punkte die ich nicht direkt mit dem Laser erreichen kann, kann ich mir mit einer Hilfslatte/Hilfslineal dennoch messen obwohl der eigentliche Messpunkt verdeckt hinter einer Wand oder hinter einer Stütze liegt. Ich spare mir so das häufiger umstellen.
Wenn beim auf Messen drei oder vier Fixpunkte, die sich im Laufe der Zeit nicht verändern können, mit eingemessen sind, dann kann sehr einfach beim Aufrichten des Gebäudes mich an diesen wieder ein messen.
Dies sollten keine Aufkleber sein die irgendjemand entfernen kann. Das kann ein Kreuz au auf der Gartenwand, eine Spax-Schraube des Nachbargebäudes, das können aber auch zwei mit dem Setzbolzen eingebaute Stahlnägel in der Bodenplatte sein.
Der größte Vorteil direkte Software zu messen ist, dass sie sofort erkennen kann ob ich noch weitere Maße brauche, oder ob sie ausreichend sind. Da ich jederzeit auch einem Punkt zurück an die Baustelle senden kann, kann ich auch sofort überprüfen ob alles noch passt bzw. wir natürlich tatsächliche Kontrollpunkte platzieren.
Es gibt hier ganz unterschiedliche Meinungen was das Messen direkt in die Software angeht. Klar brauche ich ein zweites Stativ, um mein Rechner oder mein Tablett vernünftig abzulegen. Natürlich kann je nach Art des Gerätes auch die Sonne eine Rolle spielen.
Die beste Lösung die ich bis jetzt gesehen habe, war ein Vermesser, der eine Kiste mit komplett abnehmbaren Deckel mit an die Baustelle brachte. In der Kiste war das komplette Vermessungsgerät inklusive seiner eigenen Kiste, Meßutensilien, Kabel, Wasserwaage, und was man sonst noch alles gerne dabei haben wollte. Auf der Seite der Kiste war eine runde Eisenplatte mit dem passenden Gewinde für ein Standardstativ. Er nahm die Kiste, und schraubte sie auf das Stativ. Er legte sein Laptop in die Kiste und da die Kiste auf fünf Seiten geschlossen war, und er das Laptop bis zur Rückwand reingeschoben hat, stand das Laptop von Regen und Sonnenlicht geschützt. Natürlich muss die offene Seite entgegen der Sonneneinfallsrichtung stehen.