Beiträge von Der_Planer

Diese Seiten wurden speziell für die Benutzer unserer Software installiert, um sich untereinander und mit uns, Informationen, Neuigkeiten, Bilder und Dateien auszutauschen. Egal ob Dietrich's Abbundprogramm oder DC-Statik, hier sind alle Holzbau Profis richtig. Natürlich auch die ohne Holzbausoftware ;)


Wenn Sie selbst aktiv werden wollen, melden Sie sich unverbindlich mit einem Benutzernamen und einem Passwort an. Klicken Sie hierzu auf der linken Seite den Punkt "Benutzerkonto erstellen" an.


Wir wünschen unseren Besuchern einen informativen und angenehmen Aufenthalt bei Dietrich's FIX


Ihr Team Dietrich's Online - Holzbau ist unser Programm

    Ich würde das komplett in Dicam machen.

    Die Herangehensweise hängt davon ab, ob Du nur einen Plan brauchst, oder ob die Teile auf die Maschine müssen.

    Innen- und Außenrundung sind allerdings schwierig auf die Maschine zu bekommen, es sei denn, Du behältst ein Reststück zum Festhalten.

    Die Rundungen kann man als Konkav- oder Konvexbogen eingeben oder als Konturfräsung.


    Wenn es nur für den Plan ist, würde ich über 2-1-3 einen Ring mit Außen- und Innenradius der Wand eingeben, dabei eine enge Teilung mit 360 Seiten erzeugen, so dass die Rundung geschmeidig nachgebildet wird.

    Bei Dir springt der Unterschied sofort ins Auge, deshalb sieht man, dass das Orthofoto so nicht nutzbar ist.

    In einem Fall, wo die Verschiebung nur gering ist, führt das dazu, dass man sie nicht oder erst zu spät entdeckt und sich beim Konstruieren Fehler einschleichen.
    Deshalb sollte das bitte mit hoher Priorität korrigiert werden.

    Oh, stimmt...

    Was geht denn nicht?

    Sind keine Haken zum Schalten da?

    Oder sind sie nur wirkungslos, also eingeschaltet, aber keine Linien sichtbar?


    Ich hab kein Problem damit...

    Solche Dachflächen kann man über das Grundrisspolygon verformen.

    Angenommen, es gibt genau 3 Punkte, durch die eine Freie Fläche laufen soll, dann bildet man damit eine Freie Dachfläche.

    Dann benutzt man die Funktionen 2-02-2 bis 2-02-5, um das Grundrisspolygon so anzupassen, wie es die Dachfläche tatsächlich braucht.

    Sie liegt danach immer noch so im Raum, dass sie durch die 3 ursprünglichen Punkte verläuft.

    Die Funktionen 3-2 bis 3-5 können auf Freie Dachflächen nicht angewendet werden.

    Die Funktionen 4-3 bis 4-6 verformen nur die Außenkonturen, belassen aber das Grundrisspolygon so wie es eingegeben wurde.

    Ich verwende meist die Funktionen 2-02-x, weil die Flächen dann resistent gegen Änderungen bei Neuberechnungen sind.

    Wenn man nur die e57-Datei liefert, muss man noch aufmerksamer mit der Kontrolle sein, denn man hat keine Chance, beim Arbeiten mit der Punktwolke noch auf Fehler zu stoßen.

    Beim Einschnappen der Einzelscans muss man wissen, dass diese nicht im ersten Anlauf perfekt sitzen, sondern dass man diesen Vorgang mehrmals nacheinander auslösen sollte. Wenn dabei die Statistik eingeschaltet ist, sieht man, ob sich noch Werte verändern. Sie verbessern sich normalerweise schrittweise bis zum erreichbaren Optimum von 2-4 mm Fehler/Abweichung. Die Abtastdichte und der Suchradius lässt sich in PinPoint auf Stadion-/ Gebäude- oder Raumgröße einstellen, und dort jeweils "in der Nähe" oder "sehr nah". Selbst die Einstellung "Raumgröße - sehr nah" bringt oft nicht die maximale Genauigkeit, so dass ich die Methode auf manuell umstelle. Dort setze ich die Abtastrate manchmal etwas dichter (insbesondere dann, wenn Punktwolken nur wenig Überlappung haben), vor allem setze ich den Suchbereich schrittweise auf das kleinstmögliche Maß von 1 cm. Durch die Verkleinerung der Abtastrate von 15 auf 5 cm werden mehr Punkte für das Einschnappen berücksichtigt, und durch das Begrenzen des Suchbereichs werden "schlechte" Punkte nicht mehr gefunden. Das können z.B. Wandpunkte auf der anderen Seite der Wand sein, aber auch Punkte auf der anderen Seite einer Schalung. Scannt man z.B. eine Balkenlage mit OSB-Beplankung von oben und von unten, findet PinPoint bei zu großem Suchbereich sehr viele gemeinsame Punkte auf der Plattenfläche, dadurch könnten die beiden Scans so ausgerichtet werden, dass Oberkante und Unterkante des OSB zusammenfinden.

    Wenn die Statistik-Werte beim Optimieren wieder schlechter werden, kann es sein, dass die Grobausrichtung nicht stimmt, so dass man den Scan nochmal sorgfältig manuell ausrichten muss und mit entsprechend kleinem Suchbereich nochmal optimieren lässt. Der Suchbereich sollte immer ein wenig größer sein als der Fehlerwert in der Statistik.

    Nach dieser ganzen Optimierung ist es wichtig, das Modell perfekt ins Lot zu setzen. Denn bis dahin wird diese Ausrichtung NUR durch den einen Scan bestimmt, den man als unbeweglich definiert hatte. Die effektivste Methode ist die Lotfunktion in PinPoint. Die greift auf die Daten des Lagesensors zu und mittelt das Modell so aus, dass es insgesamt den kleinstmöglichen Fehler für ALLE Scans optimiert. Dabei kann man solche Scans ausklammern, die mehr als eine vorgegebene Abweichung (z.B. 0,2°) haben. Stark geneigte Scans haben eine geringere Genauigkeit.

    Eine andere Methode wäre (gerade bei großflächigen Scans) die Ausrichtung über definierte Höhenpunkte. Die kann man mittels Zielmarken vor dem Scannen einmessen, entweder mit dem Tachymeter, einem Nivelliergerät oder mit einer Schlauchwaage. Ich habe dafür auch schon einen 360°-Linienlaser verwendet, der sollte aber vorher sorgfältig geprüft werden. Die Abweichung liegt oft mit 3-4 mm auf 10 m in deren Normbereich. Das Wenden um 180° offenbart dann, wie genau es tatsächlich ist.


    Weiter gibt es noch die Möglichkeit, eine (oder mehrere) Boden- oder Deckenflächen als Referenz für die Z-Achse auszuwählen, oder auch die Schnittkante zwischen zwei lotrechten Flächen. Das kann nützlich sein, wenn man eine Scheune oder ein Gelände scannt, und nebendran steht ein Gebäude mit vertrauenswürdig lotrechten Kanten.

    PinPoint bietet nicht nur sehr gute Möglichkeiten zum Registrieren, sondern auch gute Kontrollen.

    In der Statistik sieht man, wie viel Überlappung jeder Standort mit anderen Standorten hat.

    Und man sieht, wie groß die Fehler und Standardabweichungen sind.

    Aus den beiden Angaben kann man gute Rückschlüsse darauf ziehen, ob einzelne Standorte nicht so gut eingefügt wurden.

    Lässt man diese Fehler unberücksichtigt, dann bemerkt man später beim Arbeiten mit der Punktwolke, dass es Versprünge in Wänden oder anderen Flächen gibt, die in Wirklichkeit nicht vorhanden sind. Spätestens dann sollte man die Punktwolke nicht mehr verwenden und nochmal in die Registrierung gehen.


    So ganz einfach lässt sich manchmal nicht herausfinden, ob es nur um EINEN Standort geht, oder sogar um mehrere. Denkbar ist, dass ein Standort verkantet im Modell liegt, und sich die folgenden Standorte an diesem einen orientieren, und somit ebenso verkantet liegen. Dann könnte das ganze Gebäude einen Knick bekommen.


    PinPoint bietet genügend Möglichkeiten, so etwas wieder gut zu machen, wenn man sich dafür eine gute Strategie austüftelt.
    An Ende sollte es so sein, dass alle Überlappungen in einem plausiblen Bereich liegen, und die Fehlermaße bei maximal 2-4 mm liegen.

    Das bedeutet nicht, dass es diese Fehler tatsächlich gibt. Diese Werte sind durch die Streuung der Messwerte bedingt, die beim BLK etwa in diesem Bereich liegt.


    Beim Scannen sollte man schon darauf achten, dass man die Standorte so wählt, dass immer wieder ein Ringschluss gebildet wird. Damit wird die Gefahr der "Bananenbildung" vermieden, die bei einer weniger redundanten "Korridormessung" auftreten kann.


    Auf jeden Fall wünsche ich viel Erfolg bei allen Scanprojekten und einen souveränen Umgang mit der PinPoint-Registrierung!

    Bei Dachneigungen von 45° ist die Verbindung mittels Zapfenfunktion sicher die schnellste, weil Zapfen und Zapfenloch rechtwinklig zu Unterkante Sparren liegen.

    Bei steileren oder flacheren Neigungen ist diese Rechtwinkligkeit nicht gewünscht, deshalb funktioniert der Zapfen dort nicht so perfekt.


    GT_2024-12-19_20-01-44.png


    Das untere Beispiel zeigt zwei Dächer mit 35° und einer Zapfenverbindung. Der rote Winkel beträgt 90°, das ist für ein Scherblatt nicht richtig.

    Im oberen Beispiel hat der rechte Sparren 2 schräge Endblätter und der linke eine schräge offene Ausnehmung. So sollte der Abbund aussehen.

    Anstatt der genannten Bearbeitungen können für den Handabbund auch einfache Hart-Weich-Verschneidungen hergestellt werden, die zwar formgebend sind, aber keine Maschinenbearbeitungen erzeugen. Um die richtigen Kanten zu erzeugen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich nutze dazu gerne kleine Hilfsbauteile, um die Bearbeitungen zu erzeugen, und lösche sie anschließend aus dem Modell.

    Ich habe den BLK360 der ersten Generation, habe aber mit dem G2 auch schon gearbeitet.

    Während des Scannens hatte ich die VIS-Funktion eingeschaltet, aber das Tablet zum Scannen nicht genutzt.

    Das Vorgehen hatte einen Grund: Der BLK360G2 war ein Leihgerät, mit dem ich etwa 180 Standorte aufgenommen habe.
    Ein noch größerer Unterschied zum G1 ist die Geschwindigkeit, mit der ein Standort aufgenommen ist.

    Bei vergleichbarer (mittlerer) Auflösung steht hier 2:50 min gegen 0:37, was bei der Anzahl der Standorte eine große Rolle spielt.

    Der G2 hat einen kleinen Nachteil in der maximalen Reichweite gegenüber dem G1, und er hat keine Infrarot-Kamera.


    Das Gerät wollte ich abends wieder auf seine Heimreise schicken, musste also zeitorientiert arbeiten.

    Bis dahin wusste ich auch noch nicht, wie sich VIS tatsächlich auswirkt.

    Beim Scannen dauert es manchmal einen Moment, bis der G2 seine neue Position tatsächlich über VIS erkannt hat.

    Voraussetzung dafür ist, dass die räumliche Veränderung nicht zu groß ist, und die Videokamera, die das VIS mit Daten füttert, nicht abgeschattet wurde.

    VIS kann z.B. keine Standorte verknüpfen, wenn es keine oder zu wenig Überlappungen gibt, wie z.B. von draußen nach drinnen, wo es eine völlig andere Umgebung findet. In dem Fall bleibt der nächste Standort unverknüpft, die nächsten hängen sich dort wieder an. Am Ende hast Du dann mehrere verknüpfte Gruppen, die nachträglich miteinander registriert (d.h. passend ausgerichtet) werden.

    Das Tablet bzw. Smartphone hatte ich nicht genutzt, weil ich es über diese Stunden öfter hätte nachladen müssen, und dazu fehlte mir einfach die Zeit.

    Die Leica Field 360 Software schreibt die Verknüpfungen eigentlich zurück ins BLK-Gerät. Ich hatte gehofft, dass der BLK das auch während der Solo-Bedienung macht, denn er bietet ja diese Funktion an. Das hat jedoch bei meinem Einsatz nicht geklappt, deshalb hätte ich diese Funktion auch einfach ausgeschaltet lassen können.


    Warum hat das nicht geklappt?

    Ganz einfach, ich verwende zum Registrieren und zur Erzeugung der e57-Datei nicht die Leica-Software, sondern das PinPoint-Programm von scasa.eu.

    Auf diesem Weg werden die VIS-Informationen aus dem Gerät leider nicht übernommen. Das bedeutet, ich habe einen großen Haufen Scans, deren Ursprung deckungsgleich am selben Punkt liegt, alle Scans liegen in zufälliger Ausrichtung ineinander.

    Das nachträgliche Registrieren braucht natürlich etwas Zeit und es hilft sehr, wenn man sich mit der Handhabung der Software schon gut auskennt. Ich empfehle nicht, dieses Vorgehen beim ersten Projekt anzuwenden, wenn es eine gewisse Größenordnung hat.


    Meine Baustelle war 500 km von zu Hause entfernt, der Zeitplan sehr knapp, deshalb hatte ich den Workflow so entschieden.

    An das manuelle (bzw. halbautomatische) Ausrichten der Standorte habe ich mich gewöhnt, und mache das eigentlich immer so.

    Neulich habe ich eine Werkhalle gescannt, hatte knapp 20 Standorte, ohne VIS mit dem G1, die waren per PinPoint-Automatik in etwa 5 Minuten zusammengesetzt. Bis dahin entspricht das in etwa dem Ergebnis, was VIS schon an der Baustelle gemacht hätte. Bei Scans mit weniger Überlappung dauert das meist etwas länger mit mehr manuellen Eingriffen.


    In beiden Fällen (mit/ohne VIS) ist eine Nachkontrolle notwendig. Mit etwas Übung sieht man ziemlich schnell, wenn Standorte nicht sauber registriert sind, manchmal ist das aber auch nicht so offensichtlich. Die Automatik kann durchaus plausibel erscheinende Ergebnisse liefern, die aber trotzdem falsch sind. Sogar die Kontrolldaten (größter Fehler, Standardabweichung, Überlappungsanteil) kann erstmal gut aussehen, aber trotzdem falsch sein. Beispiel: Scanne ein Bürogebäude mit einem Flur, von dem mehrere baugleiche Zimmer abgehen, die sich räumlich sehr ähneln. Die können beim Registrieren durchaus vertauscht werden, ohne dass man es gleich sieht.

    Ebenso kann ein Rechteck-Zimmer in einer Wohnung um 180° gedreht registriert werden, und man sieht erst später, dass eine Tür oder ein Kamin in der falschen Ecke sitzt. Das wäre mit VIS wahrscheinlich besser gelaufen, weil der Standort schon vor Ort halbwegs richtig positioniert wird.

    Was man immer nachträglich machen sollte, ist eine Feinjustierung der Scans, damit sichergestellt ist, dass es KEINE ungewollten Verschiebungen eines oder mehrerer Standorte gibt. Man braucht dazu ein waches Auge und einen Sinn dafür, wo es Schwachstellen geben kann, und das Wissen, wie man dadurch entstandene Fehler repariert, ohne an anderer Stelle etwas kaputt zu machen. Das schafft man durch Übung und Erfahrung.


    VIS ist eine fortschrittliche Technik, die an der Baustelle nur sehr wenig Zeit mehr braucht, und in der Nachbearbeitung Zeit und Fehler einspart.

    Aber lebensnotwendig ist sie nicht.

    Ob sich das für wenige "krumme" Projekte lohnt, musst Du mal selber durchrechnen.

    Ich habe einen Tachymeter einer sehr frühen Generation, der hat keine automatische Zielverfolgung.

    Mit diesem Gerät ist das Abstecken ziemlich zeitraubend, und es braucht eigentlich 2 Mann. Einer steht am Gerät und der andere hält eine Zielmarke ins Bauwerk.

    Die wird angemessen, stimmt natürlich nicht auf Anhieb. Am Gerät werden Korrekturwerte abgelesen und per Zuruf weitergegeben. Für jeden Punkt braucht man 4-6 Messungen, bis die Marke so eng angenähert ist, dass man das Ergebnis als zufriedenstellend betrachtet. Da geht viel Zeit ins Land.

    Für Absteck-Aufgaben würde ich unbedingt einen Tachymeter anschaffen, der eine Zielmarke automatisch verfolgen kann und ständig Rückmeldungen gibt, wohin man diese bewegen muss. Das geht viel schneller als mit meinem Gerät, und es braucht nur EINEN Bediener.


    Trotzdem bleibt die Rechenaufgabe, wann sich so ein Instrument amortisiert. Ich klebe an einem krummen Projekt lieber 2 Dutzend Zielmarken (bisher kam ich meistens mit 2 Marken aus). Krumme Gebäude haben auch eine Menge Referenzkanten, von denen man weitermessen kann. Daher ist es dann sinnvoll, ein paar Scannerstandorte mehr zu wählen, damit möglichst alle Flächen und Kanten erfasst werden.

    Beispiel: Wenn ich ein Fenster scanne, das seitlich vom Scanner liegt, sehe ich im Scan nur EINE Leibung, die andere "sieht" der Scanner nicht. Auf der versteckten Leibung gibt es keine Scan-Punkte. Man sieht zwar ungefähr, wo die Wandfläche aufhört, und wo die Punkte auf dem Fenster weitergehen. Das reicht oft aus, um eine Öffnung ausreichend genau nachzuzeichnen, aber als Referenzkante zum Weitermessen kann das zu ungenau sein.

    Sobald die andere Leibung auch gescannt wurde, dient sie zuverlässig als Referenzkante.

    Aber selbst wenn eine Leibung im Scan fehlt, kann man immer noch die andere als Referenz hernehmen.

    Veränderungen an Fenstergrößen oder neue Fenster in einer bestehenden Fassade würde ich nicht mit einem Tachymeter abstecken, sondern ganz einfach gegen eine nahegelegene gescannte Kante vermaßen.

    Wenn es solche Kanten nicht geben sollte, bringe ich eine Zielmarke für den Scanner an.

    Ich habe solche Zielmarken schon öfter an Giebelwänden angebracht, wo der alte Dachstuhl abgerissen wird und ein neuer, evtl. in anderer Form wieder aufgebaut wird.

    Von diesen Zielmarken ausgehend vermaße ich sämtliche Pfettenabstände und -höhen. Neue Öffnungen wären auf diese Weise auch eindeutig, schnell und preiswert einzumessen. Mein Tachymeter bleibt dafür im Winterschlaf, und das schon seit zwei Jahren.


    Das Anbringen der Zielmarken gestalte ich meistens sehr einfach. Zuerst zeichne ich ein Fadenkreuz mit dem Bleistift an die Wand. Einflexen war bisher nicht notwendig, würde ich aber auch machen, wenn die Bleirisse zu schlecht sichtbar sind. Je nach Untergrund klebe ich auch kleine Zielmarken, wenn ich davon ausgehen kann, dass sie fest und sicher sitzen. Manchmal nutze ich "Schachbrett"-Marken aus dem Etikettendrucker, die sind ca. 60x60 mm. Sie reichen aus, wenn ich sie aus bis zu 2 Meter Abstand scanne. Bei größeren Abständen nehme ich größere Schachbrettmarken, entweder ausgedruckt auf A4 oder als 30x30 cm Blechschilder.

    Die Papiermarken haben im Fadenkreuz ein kleines Loch, das ich mit dem Cutter schneide, so dass ich die große Marke exakt über einer kleine Marke oder einem Bleistiftkreuz anbringen kann.


    Das Weitermessen von diesen Zielmarken ist weniger aufwendig und viel günstiger als jeder Tachymetereinsatz, und das kann vor allem JEDER Beteiligte selber machen.


    26-10-2024_20-16-47.PNG

    Anstatt 10 Ziffern könntest Du 26 Buchstaben verwenden.

    Mit zweistelligen Ziffern kommst Du von 00 bis 99, also 100 Kombinationen.

    Mit zweistelligen Buchstaben von AA bis ZZ sind es 676 verschiedene Möglichkeiten.

    Wenn das nicht reicht, nimmst Du an der zweiten Stelle noch die Ziffern 1-9 (ohne 0) dazu, so dass es nicht zur Verwechslung von 0 und O kommen kann.

    Von AA über A9 und ZZ bis Z9 gibt es 910 Kombinationen.

    Wenn man A-Z noch vorne dran stellt, um damit dreistellig zu werden, gibt es 23660 verschiedene Positionsnummern, ohne dass Ziffern für die ersten beiden Stellen verwendet werden.

    Damit lässt sich doch ein sinnvolles System aufbauen, das nur eine kurze erklärende Legende braucht.


    Ich mache selber keine Statik, aber ich mache Paketsortierungen für Abbund und Montage. Um die Spaltenbreiten schmal zu halten, verwende ich nur kurze Paketnamen.

    Um die Verwechslung mit Bauteilnummern auszuschließen, nehme ich die Buchstaben A-Z für Pakete und komme bisher immer mit weniger als 27 Paketen klar.

    Bei Großprojekten würde ich auf zweistellige Paketnummern erweitern.


    Ich denke, dass Du für die Statik damit auch sinnvolle Kombinationen zusammenstellen kannst.

    DXF können inhaltlich ziemlich unterschiedlich sein:

    - am häufigsten haben wir es mit Plandarstellungen in 2D zu tun

    - es gibt auch dxf, die 3D-Linien enthalten, also räumliche Gitterkonstruktionen

    - und es gibt dxf, die Volumenmodell in 3D enthalten, also geschlossene Körper, die sich bearbeiten lassen.


    Im Programm gibt es mehrere Möglichkeiten, WO man dxf einlesen kann.

    - 2D-dxf kann man in Plancad importieren,

    - man kann es auch im Grundriss importieren

    - dort sogar separat in allen angelegten Stockwerken

    - man kann dxf in der Wandkonstruktion importieren

    - man kann es in Arbeitsebenen importieren, nachdem diese angelegt wurden.


    In Dicam lassen sich 3D-dxf als räumliche Hilfslinien importieren, oder auch als 3D-Volumen, je nachdem, was die dxf-Datei hergibt.

    Wie man dabei vorgeht, und welche Möglichkeiten man damit hat, wäre sicher ein neues Thema.




    Ich vermute einmal, dass Du einen dxf-Grundriss als Grundlage für ein Bauwerk einlesen willst?

    Dann gehe in den Modellbereich Grundriss, wähle das passende Stockwerk und nutze 1-04-1 (Datei - Import - DWG/DXF)

    Suche die gewünschte Datei aus und importiere sie.


    Schau mal, wie weit Du damit kommst. Die Kurzanweisungen in der Statuszeile sagen eigentlich immer, was als nächstes geschieht.

    Wenn Du an einem Punkt immer wieder stecken bleibst, frag hier nochmal gezielt nach.

    Das Profil erleichtert die Dachausmittlung, wenn es z.B. um die Pfanneneinteilung oder die Einbauhöhe von Dachfenstern bezüglich der Lattmaße geht. Möglicherweise gibt es im Profil auch weitere Eingaben, die später nützlich sein können, das sollen die Leute sagen, die regelmäßig damit arbeiten.

    Bei mir kommen "gerade" Dachstühle nicht so oft vor, deshalb habe ich mir eine Arbeitsweise ohne Profile angewöhnt.


    Übrigens nutze ich auch die Gaubenfunktionen im Programm nicht. Mir sind sie während der Eingabe zu "steif", und ich komme schon seit den 1980er Jahren ohne sie aus.
    Für eine Gaube lege ich eine neue Hauskontur an und konstruiere darauf eine Dachausmittlung, die sich mit dem Hauptdach sauber verschneidet. Für mich ist dieser Weg flexibler und änderungsfreundlicher. Hätte ich ein Kasernendach zu machen, in dem dieselbe Gaube mehrfach vorkommt, würde ich wahrscheinlich doch die Gaubenfunktion nutzen, um die Gauben schneller kopieren zu können.


    Das Schöne ist, dass es fast immer mehrere Wege zum Ziel gibt.

    Ich würde das gesamte Dach als EINE Hauskontur eingeben, die Dachfläche scheint doch komplett durchgängig zu sein?

    Ich verwende das Profil vielleicht in 0,2% aller Dächer, die ich konstruiere, das letzte Mal vor ein paar Jahren.

    Wer sich an das Profil gewöhnt hat, für den mag es ein paar Vorteile haben, ich nutze es einfach nicht.


    Bei der Sparreneingabe habe ich deshalb nicht die Option "aus Profil übernehmen", sondern ich gebe sie so ein, wie sie in der Statik stehen.

    Das kannst Du auch so machen, also an jeder Stelle des Daches einen anderen Querschnitt verwenden. Alle Sparren bilden eine gemeinsame Oberfläche, während sich unterschiedliche Höhen nach unten hin austoben können.


    Genauso sieht es mit den Pfetten aus. Die müssen nicht zwangsweise von Ortgang zu Ortgang gehen, über die Option "längenbegrenzt" kann man sie frei in der Dachfläche positionieren. Ebenso kann man den Querschnitt und die Identnummer (Material) frei wählen, und über Abstand, Höhe und Obholz (jeweils 2 dieser Werte) findet die Pfette ihren Platz im Profil, auch wenn man vorher keins angelegt hat.


    Wenn Du mit Profilen arbeitest, kannst Du bei der Eingabe des Dachtragwerks immer noch entscheiden, ob Du die Profileingaben nutzt, oder ob Du eigene Werte für Sparren, Pfetten, Zangen usw. wählst.


    Unser Programm ist so aufgebaut, dass nicht nur ein Bauwerk mit räumlicher Geometrie entsteht. Im Bauwerk gibt es eine ganze Reihe von "MOS", das sind MaterialOrganisationsStrukturen. Das klingt erstmal kompliziert, aber sie sind eine sehr große Hilfe für verschiedene Zwecke.
    Jedes Bauteil kann verschiedenen MOS zugeordnet werden.

    Ein Sparren weiß z.B. zu welcher Dachfläche er gehört. Diese MOS wird automatisch bei der Eingabe im DTW schon zugewiesen.
    Andere Hölzer gehören z.B. zu einer bestimmten Wand, eine Decke, zur Freien Konstruktion oder anderen.

    Es weiß auch, ob es schon für die Maschine, die Materialliste oder eine Einzelstabzeichnung abgelegt wurde.

    Jedes Bauteil ist auch einer Gruppe zugeordnet. Es gibt Gruppen von -20 bis +20, einige davon sind standardmäßig für bestimmte Bauteile vorgesehen. Das Dachtragwerk befindet sich normalerweise in der Gruppe 0. Andere Gruppen sind für Beplankungen, Fenster/Türen, Lattungen, Treppen, Elektro, usw...

    In einer weiteren MOS werden Elemente verwaltet, also z.B. Teilbereiche von Dachflächen, Wänden oder Decken.


    Die Paket-MOS wird vom Programm nicht automatisch zugeordnet, das macht jeder Anwender so wie er es braucht.

    In diesem Fall würde ich für jeden Bauabschnitt Pakete mit aussagekräftigen Namen anlegen und die Bauteile entsprechend zuweisen, z.B. so:

    1_Sparren_vorne

    1_Sparren_hinten

    1_Pfetten

    2_Sparren_vorne

    2_Sparren_hinten

    2_Pfetten

    3_Sparren_vorne

    3_Sparren_hinten

    3_Pfetten


    Damit weiß nicht nur der Maschinenführer, wie er die Hölzer packen muss, sondern sie lassen sich damit auch schnell filtern, um sie für Listen oder Aufmaße passend zusammenzustellen.


    Und die Freie MOS gibt es dann auch noch, wenn keine der anderen den Ansprüchen gerecht wird, erstellt man selber neue. Dazu aber später mehr...


    Das Ganze ist hier nur grob umrissen, mit dem Thema MOS solltest Du Dich aber sehr bald vertraut machen.



    Ach ja, noch was: Ich konstruiere zuerst das Modell in 3D, und erst wenn das fertig ist, lege ich dort Schnitte an, um aus dem Modell die notwendigen Profilpläne zu erstellen. Ich will Dir aber keineswegs ausreden, die Profile vorher anzulegen, ich zeige nur, dass man in seiner Arbeitsweise sehr unterschiedliche Herangehensweisen haben kann, die aber alle zum gleichen Ziel führen.