Beiträge von Der_Planer

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    Zitat von **Sven**

    Rein Interessehalber: Arbeitet schon jemand mit 3 Bildschirmen?

    Ja, das mache ich schon seit etwa 1-2 Jahren. Mein Laptop hat zwar nur einen einzelnen Monitor-Ausgang, aber das funktioniert trotzdem. Ich habe ein Zusatzgerät "Matrox DualHead2Go" gekauft. Das wird mit VGA-Stecker und USB an den Rechner gesteckt, und an der anderen Seite des Geräts stecken die beiden externen Bildschirme. Das Konfigurieren des Matrox-Geräts ist nicht ganz selbsterklärend, aber im dritten Anlauf habe ich es hinbekommen, auch ohne die Anleitung zu studieren. Jetzt habe ich 3x FullHD mit je 1920x1080 Pixel als Arbeitsfläche, und möchte nie wieder mit weniger Bildschirmen arbeiten.


    Jetzt warte ich eigentlich nur noch darauf, dass die Software nachzieht. Ich hätte gerne auf einem Bildschirm ständig Dicam in der 3D-Ansicht, während ich auf einem anderen Bildschirm Dach/Wand/Decke eingebe, und die Ergebnisse parallel in Dicam sehen kann.

    Ich gebrauche diese Hilfswände eigentlich nur dazu, um z.B. Architektenschnitte in mein Modell zu legen, die mir bei der Erstellung oder grafischen Kontrolle eine Hilfe sind. Ob und wie man diese Linien mit auf einen Schnittplan bekommt, kann ich nicht sagen, weil ich diese Option nie gebraucht habe. Vielleicht ist es den Versuch wert, ob Dir das weiterhilft.

    Für solche Linien lege ich gewöhnlich ein eigenes Stockwerk an (z.B. UG99), damit sie sich leicht schalten lassen. In diesem Stockwerk erzeuge ich kleine Hilfswände (10 cm lang, 10 cm hoch, 2 cm dick), die nur die Aufgabe haben, eine große Hilfsgeometrie im Modell zu platzieren. Durch Verschieben der Hilfswände wandert die Hilfsgeometrie mit. Die Wände selbst werden so positioniert, dass sie im normalen Modell nicht stören. Meistens sitzen sie ein wenig außerhalb des Grundrisses, oft auch etwas unterhalb der Bodenplatte.

    Ich hatte zuletzt vor einigen Jahren mit überhöhten Bindern zu tun. Das war eigentlich doppelte Arbeit, hat sich aber trotzdem gelohnt. Im ersten Anlauf hatte ich sie gerade gezeichnet. Bei 8 cm Überhöhung auf 15 Meter Länge kann man die langen Gurte problemlos parallel fertigen und per Schablone die Überhöhung reindrücken.
    Die vertikalen Stäbe behalten ebenfalls ihre originale Länge. Für die Streben muss man einen zweiten Plan machen, in dem die Gurte als Bögen gezeichnet sind. Ich hatte damals einfach Kreisbögen gezeichnet, obwohl die Form streng genommen eine Parabel sein sollte. Der Unterschied lag jedoch nur im Millimeterbereich. Die Strebenlängen ergaben sich zwischen den Bögen deutlich anders als im geraden Binder, und die Anschlusswinkel mussten ebenfalls ein wenig korrigiert werden. Das hat beim Zusammenbau sehr gut gepasst.


    Nach meiner Überzeugung kann man mit dem Abbundprogramm keine einwandfrei passende Lösung auf Knopfdruck zaubern, so dass etwas manuelle Zeichenarbeit bzw. Korrektur der Machinendaten erforderlich ist.

    Geh ins Baudatenprogramm.
    Dort findest Du unten einen Button "Einstellungen"
    Beim Anklicken öffnet sich das Fenster "Listenvorlagen"
    Klicke dort die Vorlage an (wird hervorgehoben), die Du bearbeiten willst
    Wähle den Button "Spalten"
    Ziemlich weit unten stehen die Einträge "Laufmeter" und "Volumen". Setze dort den ganz rechten Haken (in Spalte "G")


    Erzeuge eine Holzliste mit dieser Einstellung, dann stehen die gewünschten Gesamt-Summen unter der Liste. Die Anzahl der Stangen lässt sich daraus leicht errechnen.


    Es gibt noch eine andere Möglichkeit, indem Du anstatt "Ausgabe" die "Optimierung" auswählst. Dort können Optimierungsblöcke angelegt werden. Als Ergebnis bekommst Du eine recht lange Optimierungsliste, zu der ich nur wenige Tipps geben kann, weil ich sie nur sehr selten nutze. Sie enthält eine zusammengefasste Bestellübersicht und eine detaillierte Auflistung, welche Stäbe aus welcher Einzelstange geschnitten werden können.


    Im Anhang habe ich zwei Beispiellisten beigefügt, die zum selben Projekt gehören, also quasi inhaltsgleich sein sollten.

    Wände sind nicht an Stockwerkshöhen gebunden, sondern können ohne weiteres tiefer oder höher anfangen. Die Fensterhöhen sind somit auch kein Problem. Es bleibt Deiner Entscheidung überlassen, ob Du das Stockwerk auf dem niedrigen oder hohen Level definierst, beides ist möglich. Ich würde die Höhe annehmen, die für die Mehrzahl der Wände ohne abweichende Höheneingabe passt.

    Während der Eingabe kannst Du schon bestimmen, welche Richtung die Platte haben soll. Anstatt sie also von links nach rechts einzugeben, erzeuge sie von unten nach oben, dann stimmt auch die Ausrichtung der Textur. Manchmal geht eine Neueingabe schneller als das Drehen der Platte.


    Beim Drehen gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Du könntest den Körper in Dicam um eine bestimmte Achse drehen (Funktion 2-04-1-6). Damit wird allerdings die gesamte Platte gedreht, und danach müsste sie wahrscheinlich verschoben und in Länge, Breite und Bearbeitung angepasst werden. Deshalb ist das Neuerzeugen einfacher.


    Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Platte so zu belassen wie sie ist, und nur das lokale Koordinatensystem der Platte neu zu bestimmen. Das geht in Dicam mit der Funktion 2-07-2 oder 2-07-4. Mit dem Koordinatensystem wird gleichzeitig die Ausrichtung der Texturen geändert.


    Wenn Du die Funktionen noch nicht kennst, speichere Dein Projekt vorher, damit beim Ausprobieren nichts verloren gehen kann. Du wirst sehen, dass die Funktionen eigentlich selbsterklärend sind.

    Ich hab mir Deine Liste nochmal genau angeschaut. In der Spalte "LNo" finde ich keine gleichen Laufnummern. Liegt das Problem darin, dass die Liste zu viele Spalten anzeigt, und hier nur ein Lesefehler vorliegt?

    Die großen Plotaufträge schickt man per pdf hin, und bekommt sie per Post geliefert (oder auch gleich zum Kunden), perfekt sortiert und sauber gefaltet.


    Für die kleinen Belange reicht meistens ein A3-Drucker. Ich kenne genug Zimmerleute, die wollen gar keine größeren Pläne, weil A3 gefaltet gut in die Zollstocktasche passt.

    Den HP 750C hatte ich auch, und war mäßig zufrieden damit. Weil ich nur ziemlich wenig gedruckt habe, sind ständig die Düsen eingetrocknet, so dass ich keine Lust mehr an dem Gerät hatte, und hab's weggegeben.


    Inzwischen gibt es in fast jeder Stadt mindestens einen Plotservice, der das schneller, preiswerter und in besserer Qualität kann als ich. Ich werde so ein Gerät sicher nie wieder anschaffen.

    Das Forum hat über die Jahre gezeigt, dass in unserer Branche nicht das Konkurrenzdenken dominiert, sondern dass eine große kollegiale Hilfsbereitschaft ausgelebt wird. So etwas wäre ohne Forum überhaupt nicht möglich, denn wer lässt sich schon gerne im Büro von Mitbewerbern über die Schulter schauen? Und wer hätte überhaupt die Zeit dazu? Hier im Forum kann man gut dosiert von seinem Wissen soviel preisgeben, wie man es gerade für gut und richtig hält, und alle, auch de Mitleser profitieren von den größtenteils fundierten Antworten und Erklärungen.


    Damit leistet das Forum neben der großartigen technischen Hilfe einen großen Beitrag zur Verständigung unter Kollegen. Ich sehe auch, dass das Programm gezielt an den Stellen erweitert und verbessert wird, wo das von den Anwendern gewünscht, gefordert oder vorgeschlagen wird. Die Programmierung bleibt damit sehr nah an unserem täglichen Bedarf. So soll es sein!


    Auch von mir einen großen Dank dafür!