Hallo zusammen.
Habe da mal eine Frage.
Ich soll ein Aufmass für eine Dachsanierung machen. Jetzt habe ich aber nur Bilder bekommen.
Gibt es eine Möglichkeit die Masse zu ermitteln, ohne die einzelnen Steine zu zählen?
Bildaufmass
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Es gibt da diverse Software um per Photogrammetrie die Maße zu ermitteln, in diesem Fall würde ich einfach die Ziegel zählen, es kommt bei so Geschichten ja meist nicht so auf den m² an

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Okay. Danke.
Werde ich mal nach solche Software suchen.
Oder kannst du schon so eine sagen? -
Steine zählen ist keine sichere Methode. Ich habe schon zu viele ungenormte Klinkermaße gesehen. Es braucht ein paar große Referenzmaße. Wenn die nicht zu bekommen sind, würde ich bei einem Wohnhaus von 2,80 m Stockwerkshöhe ausgehen, und diese an den Fensterstürzen ansetzen.
Dann würde ich das Bild so zerren, dass der Giebel als orthogonale Ansicht erscheint, wobei die Breite immer noch nicht eindeutig ist.
Die Längsansicht kann man ebenfalls orthogonal hinzerren, aber das Abschätzen der Breite ist hier ein Problem, da ist zu schnell ein grober Fehler drin, wenn man gar kein Referenzmaß hat.
Vielleicht gibt es ja eine halbwegs zuverlässige Angabe vom Bauherrn? Wenn nicht, würde ich schauen, ob es das Haus in geeigneter Auflösung als Luftbild gibt, dort habe ich schon öfter dezimetergenau messen können. Für ein Angebot dürfte das ganz sicher ausreichen. -
Die erwähnte Software braucht immer Referenzmaße, am besten so groß wie möglich. Ich halte es aber für überflüssig, sowas zu suchen, weil man ein entzerrtes und skaliertes Bild genauso gut in Plancad vermaßen kann.
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Okay. Danke euch
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planer: Ich meinte auch die Dachziegel zum Zählen
Frank Schnieders: Ich habe diese Software
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Ich habe sowas mal mit Sketchup einigermaßen hinbekommen. Mittels den Fotots das Model des Gebäudes Formen (Foto als Textur importieren), und das ganze dann möglichst genau mit einigen Referenzmaßen so skalieren, dass es passt.
Theoretisch kannst Du später dann gleich Deine Planung ist Modell über den Sketchup Export einfügen. -
Ziegelreihen zählen ist auch bei Dachziegeln nicht eindeutig, wenn man nicht genau weiß, mit was dort eingedeckt wurde. Als grober Anhaltspunkt oder zum Überprüfen der Plausibilität ist das aber okay.
Ich habe schon oft aus Bildern gemessen, um z.B. Fenster und Türen in ein Modell zu bekommen, so dass die Ansicht weitgehend stimmt. Ich habe auch schon Fachwerkfotos als Bildhintergrund gebraucht, um alte Wände durch neue zu ersetzen. Gemessen habe ich nur 4 markante Eckpunkte, alles andere geht per Bild. Wenn man sowas für ein Angebot macht, dann ist das gar kein Problem. Für die Produktion muss man allerdings etwas tiefer in die Bildbearbeitung einsteigen, denn viele Kameras verzeichnen jedes Bild tonnen- oder kissenförmig, manchmal sogar auch eine Kombination aus beiden, also wellenförmig. Wenn man diese Bilder nicht korrigiert, können teilweise erhebliche Maßdifferenzen auftreten. Fotomessprogramme gehen immer davon aus, dass natürliche gerade Linien auch gerade abgebildet wurden, das ist aber in der Praxis in den seltensten Fällen so.Beispiel:
Ich habe mit dem selben Zoom-Objektiv mit unterschiedlichen Zoomeinstellungen fotografiert. Die Abbildungen zeigen deutliche Abweichungen, und man erkennt sofort, dass der Maßstab in der Bildmitte anders ist als am Bildrand. Die kissenförmige Verzeichnung lässt sich einigermaßen problemlos ausgleichen, aber das Bild mit der tonnenförmigen Verzeichnung muss eigentlich wellenförmig korrigiert werden, weil die Ecken wiederum kissenförmig verzeichnen. Die üblichen Bildbearbeitungsprogramme leisten das aber nicht, so dass schon wieder Spezialsoftware notwendig ist, in der entsprechende Korrekturprofile für das bestimmte Objektiv vorliegen.Ein paar Bilder zeigen anschaulich, dass das Messen aus Fotos nicht so trivial ist, wie man sich das vorstellt.
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