Ellipsenzirkel - Kehlbohle für Tonnengaube

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    • Offizieller Beitrag

    Um die Kehlbohle für eine halbrunde Tonnengaube anzureißen gibt es eine einfache und sehr genaue Methode: den Ellipsenzirkel. Er kann mit einfachen Mitteln selbst hergestellt werden. Man braucht dazu nur 2 Maße: den Radius der Tonnengaube und die Projektionslänge auf dem Hauptdach (rot bzw. grün dargestellt).


    Die erste Variante besteht aus 2 rechtwinklig angeordneten Führungskanten und einer Latte, die so lang ist wie die Summe aus Radius und Projektionslänge. Am Treffpunkt der Maße wird ein Stift angesetzt und die Latte entlang der beiden Anschlagkanten bewegt. Das Ergebnis ist ein halber Ellipsenbogen.


    Die zweite Variante ist ein wenig aufwändiger zu konstruieren, ist aber in der Handhabung einfacher und platzsparender. Die oben beschriebene Latte wird in der Mitte geteilt und mit einem Gelenk (z.B. Scharnier) versehen. Hier braucht man nur eine gerade Führungskante, an deren Anfang ein Ende der Latte drehbar fixiert wird. Der Zeichenstift behält seine Position wie in Variante 1. Das freie Ende wird entlang der Kante bewegt, und wieder entsteht ein genauer Ellipsenbogen.

  • hallo Planer


    deine lösungen sind super und platzsparend
    ich kenn noch eine weitere mit einer schnur mann braucht den inneren durchmesser und den äusseren
    dann spannt man von A über C zu B eine schnur und fährt der schnur entlang mit einem schreiber
    soweit wie es für die konstruktion braucht

    ä so is!
    is ä so?
    äs ischt ä so.


    Mit freundlichen Grüssen DRE

  • hallo Planer


    der abstand A zu B ist der innendurchmesser
    der kreis liegt in der mitte
    die distanz von C zu A ist die hälfte zwischen innen- und aussendurchmesser
    der rest ergibt sich


    es ist sicher eine kniflige sache aber handwerker wie wir kriegen dass schon hin :grinning_squinting_face:

    ä so is!
    is ä so?
    äs ischt ä so.


    Mit freundlichen Grüssen DRE

  • es gibt noch andere wege zum ziel doch die hab ich momentan nicht zur hand


    jedoch sind sie zimlich aufwendig :frowning_face:

    ä so is!
    is ä so?
    äs ischt ä so.


    Mit freundlichen Grüssen DRE

  • Wir machen dies eigentlich immer mit der "Gärtner"-Methode. Wichtig ist dabei eine Schnur zu verwenden, die sich nicht dehnt, das hat bis jetzt immer gut funktioniert.

    Mit freundlichem Gruß


    Jörg Vetter

  • also bei mir hats so gepasst :question_mark:


    vieleicht ist das beim probieren reiner zufall gewesen :question_mark:


    werd dann mein schlaues büchlein im büro kontaktieren meld mich dann was es berichtet hat


    mein letzter versuch liegt schon lännger zurück kann schon sein dass ich was verkesselt habe lass mich auch gern eines besseren belehren

    ä so is!
    is ä so?
    äs ischt ä so.


    Mit freundlichen Grüssen DRE

    • Offizieller Beitrag

    Die "Gärtnermethode" stand schon so im Schulbuch. Im Beispiel wurde erklärt, wie ein Gärtner ein ellipsenförmiges Beet im Schlossgarten anlegt. Seitdem habe ich diesen Begriff schon öfter gehört, weiß aber nicht wirklich, ob ein Gärtner das so macht.


    Der Abstand der Brennpunkte berechnet sich aus dem großen und dem kleinen Radius so:


    a = 2* Wurzel (R^2 - r^2)


    und die Schnurlänge beträgt:


    l = a + 2* R



    Der Sonderfall, dass der Abstand genau dem kleinen Durchmesser entspricht, passt nur bei einer Kehlbohle auf ein 45° geneigtes Dach!

  • danke Planer für die richtig stellung


    hier siht man wieder dass du mehr tonnengauben machst als ich meinne letzte war 1991 :grinning_squinting_face:

    ä so is!
    is ä so?
    äs ischt ä so.


    Mit freundlichen Grüssen DRE

  • Zum Thema Tonnengaubenkehlbohle und anderen Ellipsen:


    Im DICAM gibt es komfortable Möglichkeiten, die Bogensparren und –schifter sowie die Kehlbohle einer Segmentbogen- oder Tonnengaube zu erzeugen und gegebenenfalls im Plan zu vermaßen bzw. 1:1 auszudrucken.


    In der Dachausmittluing wird für die Kehlbohle wird in der Dachflächenausführung eine Lagenplatte erzeugt, die der gewünschten Dicke und Position der Kehlbohle entspricht.


    Im DICAM wird für die Gaubenhölzer ein konstanter Querschnitt als Kreisring (2-1-3) erzeugt:

  • Eine weitere Anwendungsmöglichkeit dieser Methode ergibt sich bei ellipsenförmigen Gebäudegrundrissen bzw. Hauskonturen. Dabei wird ein Kreis als Konstantquerschnitt parallel zur Z-Achse erzeugt. Der Durchmesser entspricht dem kleinen Ellipsendurchmesser. Die Neigung der Schnittebene zur XoY-Ebene errechnet sich mit (Achse klein / Achse groß = cos N). Dreht man den Zylinder parallel X oder Y um diesen Winkel, dann erzeugt ein Waageschnitt die gewünschte Ellipse. Nun kann das Bauteil in der Draufsicht als Plan abgelegt werden und dann die Körperkanten die nicht zur Schnittfläche gehören, können gelöscht werden, bevor die Ellipse als Grundriss oder Hauskontur wieder eingelesen wird.

    Mit freundlichem Gruß,
    Florian Olbrich

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