Das ist ein ziemlich großes Thema, das ich hier nicht in allen Einzelheiten erklären kann.
Die Baudatenbank hat einen Bauteilkatalog, in dem sehr viele Materialien (IdentNr) vorhanden sind.
Jede Identnummer hat eine Vielzahl von Eigenschaften, die schon vorgegeben sind, die solltest Du in der Regel nicht verändern, obwohl das möglich wäre.
Der Bauteilkatalog kann selbst beliebig erweitert werden.
In Dicam (oder allen anderen Modellbereichen) kann man bei der Eingabe von Material aus dem großen Vorrat der Identnummern wählen.
Du kennst das schon für Stäbe (z.B. C24 oder GL24h usw.).
Wählst Du z.B. die Identnummer "OSB", dann weiß das Programm, dass es sich um eine Platte handelt, weil OSB im Bauteilkatalog als solche definiert ist.
Bei der Ablage von Listen kannst Du für jede Materialart einen Haken setzen, also Holzliste (=Stabliste), Plattenliste, Proflistab, Formteile, Beschlag und Baugruppe.
In Deinem Fall wären hier zwei Haken zu setzen bei Holzliste und Plattenliste.
Den Listenablagen kannst Du nach Belieben eine Bezeichnung geben, so kannst Du später verschiedene Ablagen leicht unterscheiden.
Das alles geschieht aus Dicam heraus (oder auch aus anderen Modellbereichen).
Nach der Listenablage öffnest Du das Baudatenprogramm.
Dort findest Du in der linken Spalte alle Deine abgelegten Listen.
Ganz unten gibt es viele Buttons, wähle dort "Ausgabe".
Jetzt öffnet sich "Ausgabe Einstellungen".
Dort steht in der obersten Zeile "Einstellungen" und ganz rechts findest Du einen kleinen Pfeil nach unten.
Ein Klick auf den Pfeil bietet Dir alle Listeneinstellungen an, die Du jetzt für eine Stabliste anwenden kannst.
Wähle dort z.B. "Sägeliste" oder "Fertigungsstückliste" oder "Anlage Aufmaß" oder eine andere Vorlage.
Alle diese Vorlagen lassen sich sehr individuell einstellen, das ist eine Arbeit, die Du einmal machst. Danach stehen Deine individualisierten Vorlagen ständig zur Verfügung.
(In Excel müsstest Du diese Einstellungen für jede Liste mühevoll selbst machen.)
Zum Abschluss drückst Du unten in diesem Menü auf "Ausgabe".
Bei einer Sägeliste bekommst Du danach eine Auswahl, welche Identnummern alle in die Liste geschrieben werden sollen.
Du kannst z.B. wählen, ob Du die Haken bei C24 und GL24h beide setzt, dann wird eine Liste erzeugt, die beides enthält.
Setzt Du nur einen Haken, wird eine gefilterte Liste ausgegeben, Danach erzeugst Du eine neue Liste und setzt den anderen Haken, so hast Du zwei separate Listen für C24 und GL24h.
Wenn Du mit den Stablisten fertig bist, gehst Du an die Plattenliste(n) und vielleicht die Beschläge oder Profilstäbe.
Jede dieser Vorlagen lässt sich sehr individuell gestalten. Du kannst einstellen, welche Spalten in welcher Reihenfolge und Breite erzeugt werden sollen, welche Summen gebildet werden sollen, ob die Längen genau oder gerundet sein sollen, welche Einheiten (m/cm/mm) und wie viele Nachkommastellen Du brauchst, und noch sehr viel mehr. Auch das Ausgabeformat (Word/OpenOffice/rtf/pdf) lässt sich wählen, und ein eigener Listenkopf mit eigenem Logo lässt sich auch dort reinbringen.
Am Ende hast Du exakt die Liste auf dem Papier (oder pdf), die Du für einen bestimmten Zweck brauchst, und sie ist genau so so sortiert und die Summen so gebildet wie Du es wünschst. Und das Ganze mit sehr wenigen Knopfdrücken. Das schaffst Du in Excel niemals so schnell.
Das Einrichten der Listen können wir gerne mal in einer TeanViewer-Sitzung gemeinsam vornehmen, oder Du lässt Dir das von Deinem Außendienstmitarbeiter erklären. Sinnvoller und einprägsamer ist jedoch, wenn Du selbst herausfindest, was sich hinter den Buttons "Spalten", "Seite einrichten", "Längenzuschlag" und den anderen Steuer- und Sortieroptionen verbirgt.
Das mag anfangs etwas viel auf einmal sein. Deshalb verwende zunächst die fertigen mitgelieferten Vorlagen und Einstellungen des Programms. Die funktionieren schon zuverlässig, können aber für den eigenen Bedarf angepasst werden.
Falls eine Liste wider Erwarten nicht so erstellt werden kann, weil Deine Anforderungen zu speziell sind, kannst Du anstatt "Ausgabe" auch auf "Export" drücken.
Als Formate stehen csv, xls und xlsx zur Verfügung, zusätzlich kann auch hier eine der besprochenen Formatvorlagen verwendet werden.
Die Excel-Tabelle enthält jedoch nur Zahlenwerte, also keine Formeln.
Sobald Du dort z.B. die Anzahl änderst, musst Du auch die Laufmeter, Volumen, Oberfläche, Gewicht usw. manuell korrigieren.
Das alles entfällt, wenn Deine Vorlagen für die Listen mit Textausgabe sauber eingestellt sind.
Für meinen Bedarf habe ich etwa ein Dutzend verschiedene Vorlagen für Holzlisten, von denen nur 3 oder 4 regelmäßig nutze.
Bei den Plattenlisten sind es sogar noch weniger, dann noch je ein oder zwei Vorlagen für Verbindungsmittel und Profilstäbe.
Wie gesagt, einmal sauber konfiguriert, dann passt das für 99% aller Listenausgaben.