Beiträge von Der_Planer

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    Meinst Du die Ortgang-Dachüberstände? Und da willst Du mit kurzen auskragenden Pfetten arbeiten?

    Dann kann Deine Idee funktionieren.

    Anstatt den Mittelteil der Pfette herauszuschneiden kannst Du die Stücke auch als längenbegrenzte Pfetten eingeben.

    Mir ist nur nicht klar, wie das halten soll, wenn sie nur auf dem Giebel aufliegen?


    Alternativ kannst Du Auslegerstiche in der Ebene der Aufschieblinge machen, die etwas weiter bis aufs tragende Dach geführt werden können, so dass der Überstand nicht runterfallen kann. Diese Hölzer können als Schrägsparren parallel zur Traufe oder als verkantete Pfetten eingegeben werden.

    Die Filterfunktion (blau rechts) wirkt genauso wie alle anderen Funktionen (die grünen) zum Aktivieren von Bauteilen in Abhängigkeit von "Aktiv+" oder "Aktiv-"

    GT_2024-02-07_19-21-43.png


    Beispiel:

    Du hast keine Bauteile aktiv und der Schalter steht auf "Aktiv+". Du filterst eine oder mehrere Bauteilnummer(n), dann werden diese Bauteile aktiviert.


    umgekehrt: Du hast schon aktivierte Bauteile, und der Schalter steht auf "Aktiv-", dann bewirkt der Filter, dass gefundene Bauteile deaktiv werden.

    Es gibt dafür verschiedene Lösungsansätze.


    Den ersten hat Fabi schon erklärt, indem Du ein Dach mit Lagen anlegst, die Aufschieblinge in Lage 0 und die Tragsparren in Lage 3 legst.

    Ich würde auch überlegen, die Tragsparren in Lage 0 zu belassen und die Aufschieblinge in Lage -3 einzugeben.

    Das hätte den Vorteil, dass die Pfetten sich wie gewohnt auf die Lage 0 beziehen.

    Beim Anlegen der Lagen achte bitte darauf, beide Sparrenlagen als Kernlage zu definieren, sonst kommen da keine Sparren an.


    Eine weitere Möglichkeit ist, das Unterdach wie gewohnt zu konstruieren, also die Sparren in Lage 0.

    Du kannst eine zweite Hauskontur eingeben, die in der Ausmittlung etwas höher liegt als das Tragdach, dort kannst Du die Aufschieblinge auch wieder in Lage 0 legen, das ist dann eine separate Dachfläche.


    Es gibt auch die Möglichkeit, die Tragsparren in Lage 0 zu legen und die Aufschieblinge auch. Bei denen gibt man dann einen Wert an, wie hoch sie aus der Lage "abgesenkt" werden. "Absenken" mit einem Minuswert hebt die Sparren nach oben.


    Eine andere Variante ist, nach Eingabe der Tragsparren diese in Dicam nach oben zu kopieren, so dass sie letztlich gar nicht an die Lagen gebunden sind. Das geht bei einem Satteldach sehr schnell, hat aber den Nachteil, dass sie im Modellbereich Dachtragwerk nicht zu bearbeiten sind. Bei Graten und Kehlen wird es für Einsteiger etwas schwierig.

    Außerdem wäre damit nur der Abbund bedient, und die Dachlagen, die gar nicht erst erzeugt wurden, sind nicht in den Schnitten und nicht in den Aufmaßflächen. Die sind vielleicht auch nicht immer gefordert.


    Sicher gibt es auch noch mehr Möglichkeiten...

    ... (kann aber auch daran liegen, dass ich das Baudatenprogramm nie wirklich verstanden habe und auch bis jetzt noch nicht verstehe)

    Lernen hilft.
    Innerhalb der Betriebe, die mit CNC-Maschinen arbeiten, ist die Listenausgabe über die CNC-Software (Cambium, EKP usw.) eine gängige Methode, und die Holzlieferanten mögen diese Listen auch.

    Als freier Arbeitsvorbereiter bediene ich aber auch andere Kunden, die brauchen immer wieder herkömmliche Listen.


    Es sind ja nicht nur Holzlisten, die im Baudatenprogramm erzeugt und ausgegeben werden können.

    Für Plattenlisten, Stahlstäbe, Profilstäbe, Beschläge usw. erzeugt Cambium meines Wissens keine Listen.

    Um diese zu konfigurieren, greifen untereinander vergleichbare Einstellungen, schon deshalb sollte man damit einigermaßen vertraut sein.

    Die Konfigurationsmöglichkeiten und die Ausgabe aus dem BDP sind schon sehr gut, wenn auch in manchen Punkten noch ein wenig verbesserungsfähig (z.B. den Zeilensprung bei jeder Querschnittsänderung, der die Listen leichter lesbar machen würde).


    Ich verwende die Listenausgabe des BDP übrigens auch regelmäßig, um Paketlisten für meine Laufnummernpläne zu erzeugen.

    Diese lese ich als mehrzeilige Texte im Plan ein.

    Die rtf-Fenster auf den Plänen sind mir zu steif in der Handhabung und zu verschwenderisch mit dem Platz.
    Beispiele:

    GT_2024-02-07_11-43-44.png  GT_2024-02-07_11-43-51.png

    Im Filter bist Du schonmal richtig.

    Wahrscheinlich ist die Suche aber überbestimmt, das heißt, es müssen ALLE Kriterien zutreffen, die Du angewählt hast.

    Je mehr Kriterien ausgewählt sind, um so weniger Bauteile werden angezeigt.


    Vor jeder Suche solltest Du "Zurück setzen", dann in diesem Fall NUR die Bauteilnummer(n) eingeben.


    GT_2024-02-06_16-07-03.png

    noch ein kleiner Tipp für die Holzbestellung:


    Beim Konstruieren kommt es vor, dass flach liegende Querschnitte als solche eingegeben werden, z.B. eine Fußpfette in 12/8.

    Im selben Bauwerk sind vielleicht auch Stützen mit dem Querschnitt 8/12, also für den Zimmermann der selbe Querschnitt.

    In der Liste werden diese Querschnitte jedoch getrennt behandelt und sortiert. Das mag für eine Fertigungsstückliste sinnvoll sein, aber nicht für eine Sägeliste.


    Abhilfe:

    Im Listeneditor kann man mit dem oberen linken Schrägpfeil die gesamte Liste auf ein Mal aktivieren, dann die Funktion "Querschnitt hochkant" aufrufen.

    Jetzt werden alle Flach-Querschnitte hochkant gestellt, danach wird die Liste gespeichert.

    Bei der Ausgabe werden diese Stäbe jetzt gemeinsam behandelt.


    GT_2024-02-05_15-10-04.png

    Das ist ein ziemlich großes Thema, das ich hier nicht in allen Einzelheiten erklären kann.

    Die Baudatenbank hat einen Bauteilkatalog, in dem sehr viele Materialien (IdentNr) vorhanden sind.

    Jede Identnummer hat eine Vielzahl von Eigenschaften, die schon vorgegeben sind, die solltest Du in der Regel nicht verändern, obwohl das möglich wäre.

    Der Bauteilkatalog kann selbst beliebig erweitert werden.


    In Dicam (oder allen anderen Modellbereichen) kann man bei der Eingabe von Material aus dem großen Vorrat der Identnummern wählen.

    Du kennst das schon für Stäbe (z.B. C24 oder GL24h usw.).

    Wählst Du z.B. die Identnummer "OSB", dann weiß das Programm, dass es sich um eine Platte handelt, weil OSB im Bauteilkatalog als solche definiert ist.


    Bei der Ablage von Listen kannst Du für jede Materialart einen Haken setzen, also Holzliste (=Stabliste), Plattenliste, Proflistab, Formteile, Beschlag und Baugruppe.

    In Deinem Fall wären hier zwei Haken zu setzen bei Holzliste und Plattenliste.

    Den Listenablagen kannst Du nach Belieben eine Bezeichnung geben, so kannst Du später verschiedene Ablagen leicht unterscheiden.

    Das alles geschieht aus Dicam heraus (oder auch aus anderen Modellbereichen).


    Nach der Listenablage öffnest Du das Baudatenprogramm.

    Dort findest Du in der linken Spalte alle Deine abgelegten Listen.


    Ganz unten gibt es viele Buttons, wähle dort "Ausgabe".

    Jetzt öffnet sich "Ausgabe Einstellungen".

    Dort steht in der obersten Zeile "Einstellungen" und ganz rechts findest Du einen kleinen Pfeil nach unten.

    Ein Klick auf den Pfeil bietet Dir alle Listeneinstellungen an, die Du jetzt für eine Stabliste anwenden kannst.

    Wähle dort z.B. "Sägeliste" oder "Fertigungsstückliste" oder "Anlage Aufmaß" oder eine andere Vorlage.

    Alle diese Vorlagen lassen sich sehr individuell einstellen, das ist eine Arbeit, die Du einmal machst. Danach stehen Deine individualisierten Vorlagen ständig zur Verfügung.

    (In Excel müsstest Du diese Einstellungen für jede Liste mühevoll selbst machen.)


    Zum Abschluss drückst Du unten in diesem Menü auf "Ausgabe".

    Bei einer Sägeliste bekommst Du danach eine Auswahl, welche Identnummern alle in die Liste geschrieben werden sollen.

    Du kannst z.B. wählen, ob Du die Haken bei C24 und GL24h beide setzt, dann wird eine Liste erzeugt, die beides enthält.

    Setzt Du nur einen Haken, wird eine gefilterte Liste ausgegeben, Danach erzeugst Du eine neue Liste und setzt den anderen Haken, so hast Du zwei separate Listen für C24 und GL24h.


    Wenn Du mit den Stablisten fertig bist, gehst Du an die Plattenliste(n) und vielleicht die Beschläge oder Profilstäbe.



    Jede dieser Vorlagen lässt sich sehr individuell gestalten. Du kannst einstellen, welche Spalten in welcher Reihenfolge und Breite erzeugt werden sollen, welche Summen gebildet werden sollen, ob die Längen genau oder gerundet sein sollen, welche Einheiten (m/cm/mm) und wie viele Nachkommastellen Du brauchst, und noch sehr viel mehr. Auch das Ausgabeformat (Word/OpenOffice/rtf/pdf) lässt sich wählen, und ein eigener Listenkopf mit eigenem Logo lässt sich auch dort reinbringen.


    Am Ende hast Du exakt die Liste auf dem Papier (oder pdf), die Du für einen bestimmten Zweck brauchst, und sie ist genau so so sortiert und die Summen so gebildet wie Du es wünschst. Und das Ganze mit sehr wenigen Knopfdrücken. Das schaffst Du in Excel niemals so schnell.



    Das Einrichten der Listen können wir gerne mal in einer TeanViewer-Sitzung gemeinsam vornehmen, oder Du lässt Dir das von Deinem Außendienstmitarbeiter erklären. Sinnvoller und einprägsamer ist jedoch, wenn Du selbst herausfindest, was sich hinter den Buttons "Spalten", "Seite einrichten", "Längenzuschlag" und den anderen Steuer- und Sortieroptionen verbirgt.

    Das mag anfangs etwas viel auf einmal sein. Deshalb verwende zunächst die fertigen mitgelieferten Vorlagen und Einstellungen des Programms. Die funktionieren schon zuverlässig, können aber für den eigenen Bedarf angepasst werden.


    Falls eine Liste wider Erwarten nicht so erstellt werden kann, weil Deine Anforderungen zu speziell sind, kannst Du anstatt "Ausgabe" auch auf "Export" drücken.

    Als Formate stehen csv, xls und xlsx zur Verfügung, zusätzlich kann auch hier eine der besprochenen Formatvorlagen verwendet werden.


    Die Excel-Tabelle enthält jedoch nur Zahlenwerte, also keine Formeln.

    Sobald Du dort z.B. die Anzahl änderst, musst Du auch die Laufmeter, Volumen, Oberfläche, Gewicht usw. manuell korrigieren.

    Das alles entfällt, wenn Deine Vorlagen für die Listen mit Textausgabe sauber eingestellt sind.


    Für meinen Bedarf habe ich etwa ein Dutzend verschiedene Vorlagen für Holzlisten, von denen nur 3 oder 4 regelmäßig nutze.

    Bei den Plattenlisten sind es sogar noch weniger, dann noch je ein oder zwei Vorlagen für Verbindungsmittel und Profilstäbe.


    Wie gesagt, einmal sauber konfiguriert, dann passt das für 99% aller Listenausgaben.

    Hallo Christian,

    hast Du starke Gründe dafür, die Liste nach Excel zu überführen?

    Diese Idee hatte ich vor vielen Jahren auch mal, weil Excel eines meiner Lieblingsprogramme ist.

    Das Baudatenprogramm hat bezüglich Listenausgabe extrem viele Möglichkeiten, die Du vermutlich noch gar nicht kennst.

    Seit ich dort ein paar Vorlagen für mich angepasst und einige wenige neu erstellt habe, bin ich voll davon überzeugt, dass ich Excel dafür nicht mehr brauche.


    Deshalb habe ich auch vergessen, wie ein solcher Export machbar ist, selbst wenn es einen Weg gibt.



    Vielleicht magst Du mal erklären, was Du in Excel mit den Daten vorhast?

    Wahrscheinlich hat das Baudatenprogramm dafür eine Lösung, die schneller und umfassender funktioniert.


    Im Übrigen sieht Deine Liste schon merkwürdig aus, was z.B. die "Platten" angeht, die als C24 dort ausgewiesen sind.
    Hast Du versucht, das Programm auszutricksen, um Platten in eine Stabliste zu zwängen, wo sie eigentlich gar nicht hingehören?

    Möglicherweise willst Du sie in Excel wieder auseinander sortieren?

    Das geht wirklich sehr viel einfacher in Dietrich's.

    Über WeTransfer habe ich auch schon größere Daten versendet, das geht so:


    - Packe eine e57-Datei mit z.B. knapp 6 GB in eine gesplittete zip-Datei, die 3 Pakete von knapp 2 GB enthält.

    Im Ergebnis entstehen daraus 4 Dateien: eine kleine Steuerdatei und 3 große Datenblöcke.

    - Lade die Steuerdatei und den ersten Datenblock nach WeTransfer, und bitte Deinen Kunden, die Daten abzuholen.

    Nach erfolgter Abholung bekommst Du eine Nachricht von WeTransfer.

    - Lösche die Daten auf dem Server von WeTransfer.

    - Wiederhole das Hochladen und Löschen bis alle Pakete beim Kunden sind.


    - Der Kunde speichert die Daten alle im selben Ordner und doppelklickt die kleine Steuerdatei.

    Auf dem PC des Kunden wird die zip-Datei wieder zusammengefügt, und die Daten sind erfolgreich gesendet.

    Danke Torge!

    SwissTransfer ist eine Super Alternative, die ich ganz sicher nutzen werde, die kannte ich noch gar nicht.


    Meine Berichte teile ich hier gerne. Und die Details dürfen ruhig auch anderen helfen, den Umgang mit Punktwolken effektiv und handlich zu gestalten. Das bringt doch unsere gesamte Branche voran, so dass viele davon profitieren können, sowohl die Konstrukteure als auch unsere Kunden. Ich habe keine Bedenken, dass ich dadurch einen Auftrag verlieren könnte. Arbeit gibt es wirklich genug, es soll tatsächlich noch Flecken auf dieser Erde geben, die noch nicht gescannt sind. Und wenn doch, dann gibt es ständig Veränderungen, die wieder einen Scan erfordern.


    Scannen ist ja nicht nur eine Bestandsaufnahme, die an einem Projekt nur EINMAL durchgeführt wird. Es gibt durchaus Projekte, deren Baufortschritt LAUFEND gescannt wird, so dass später alles dokumentiert ist. Wie oft kommt es vor, dass Leitungen vom Bagger erwischt werden, weil niemand wusste, wo sie genau liegen? Das wäre zum Beispiel ein schöner Job, sowas im Scan festzuhalten, egal ob Rohre, Kabel, Gruben im Außenbereich oder Kanäle und Installationen im Inneren eines Gebäudes.


    Grundstücke sind ebenfalls sinnvoll zu scannen, vor allem wenn sie nicht waagerecht sind. Landschaftsarchitekten brauchen ebenfalls Scans, z.B. als digitales Geländemodell von Parkanlagen, damit eine Sanierung oder Umstrukturierung geplant werden kann.

    Auch für Mengenermittlungen sind Scans gut zu gebrauchen, z.B. die Flächenermittlung von Pflastersteinen mit unregelmäßiger Begrenzung oder das Volumen von Baugruben oder Sand- und Erdhaufen, oder die Ermittlung der Estrichmenge auf einem unebenen Boden.

    Und es gibt noch viel mehr Aufgaben.


    Wenn zum Scannen dann noch Fachwissen bezüglich der Auswertung und Konstruktion dazu kommt, dann erhalten die Punktwolken eine Qualität, die bedarfsgerecht ist. Alles Wesentliche ist enthalten. Ergebnisse können wir für verschiedene Anforderungen erzeugen und in einem Rahmen weitergeben, der für alle Beteiligten gut zu handhaben ist.

    Wie schaffst du es, dass die Datei trotz über 50 Messpunkten und hoher Detailgenauigkeit so extrem kompakt ist? Liegt das nur an der Einstellung der Punktabstände?


    In welches Programm kannst Du die Punktwolke wieder einlagern mit dem Modell?

    In diesem Fall war es so, dass das eigentliche Projekt nur einen kleinen Teil dessen ausmacht, was alles gescannt wurde. Die Umgebung ist riesengroß, und das allermeiste wird gar nicht gebraucht. Die 50 Standorte waren hier notwendig, weil die Treppe eine gebogene Geometrie hat und in sich ziemlich verwinkelt gebaut ist. Trotzdem müssen möglichst alle Flächen im Scan zu sehen sein, insbesondere die Unterseite. Die Gerüste haben viel abgeschattet, so dass ich die Standorte hier ziemlich engmaschig setzen musste. Ein wesentlicher Anteil der Daten fiel also schon beim Bereinigen weg. Das wäre bei einem Einfamilienhaus mit 50 Scans nicht so, da wird im Prinzip nur auf Grundstücksgröße beschnitten.


    Die verbleibende Treppe und den Boden habe ich auf ein 20mm-Raster reduziert, dann bleiben nur 33 MB übrig.

    Die selbe Szene habe ich auch im 2mm-Raster erzeugt, damit viele kleine Details sichtbar werden. Das ergibt eine Dateigröße von 1,9 GB.

    Mein Bestreben ist, immer unter 2 GB zu bleiben, damit ich die Daten online versenden kann. (Ein kostenloser Account bei WeTransfer lässt bis 2GB zu.)


    Die 2 mm habe ich gewählt, weil die dünnsten Bleche 5 mm dick sind, so dass es auf der Schmalkante auch noch Scanpunkte gibt.

    Normalerweise arbeite ich intern mit 8mm-Raster und sende meinen Kunden ein Modell im 20mm-Raster. Und auch damit kann man sehr gut alles Wichtige erkennen.


    Die gesamte Szene, also die Treppe mit allen Gerüsten habe ich im 25mm-Raster ausgegeben, sie hat eine Dateigröße von 243 MB. Das reicht mühelos, um z.B. die Gerüste zu erkennen und zu beurteilen, ob sie für die Montage so bleiben können.

    GT_2024-02-01_09-17-21.png





    Als Viewer verwende und empfehle ich "Cyclone 3DR" von Leica. Das ist in der Kaufversion ein sehr mächtiges Werkzeug, das ich mir bisher noch nicht gegönnt habe, weil es sich für mich nicht rentiert. Als Viewer ist es in den Funktionen reduziert und kann kostenlos lizenziert werden. Die Handhabung ist ziemlich intuitiv, es braucht nur eine kurze Einarbeitungszeit. 3DR kann sehr viele verschiedene Grafikformate importieren und überlagern, so dass hier alle Abweichungen mühelos messbar sind.

    Manche Kunden nutzen das gerne, andere tun sich schwer damit. Die bekommen die Auswertungen dann von mir "vorgelesen".


    3DR liest diese Formate:

    GT_2024-02-01_09-00-26.png

    Your problem is not described very precisely, but be sure: there is a solution!

    In the roof calculation, select the option 2-03 or 2-04. If necessary, first place a beam in Dicam that forms a corner point of the surface that you can click on.

    The roof design (4-3 to 4-5) gives you extensive options for adapting the shape of the roof surfaces.

    With this method, it is not necessary to define a house base or an eaves line, you are completely free in the design.

    Describing all the details here would fill several pages. Please ask again here if you get stuck.

    Diese Woche habe ich ein neues interessantes Projekt gescannt.

    Es ging um eine fertig konstruierte Treppenanlage: 7,20 Meter hoch, 1,5 Meter breit und im Grundriss gebogen.

    Zwischen den Etagen-Podesten hat jeder Treppenlauf nochmal ein eigenes Zwischenpodest.

    Vorab hatte ich ein 3D-Modell der Treppe bekommen.


    GT_2024-01-31_14-51-51.png


    Die Untersicht soll aus einer 3D-gewölbten Gipsfaser-Konstruktion über CNC gefertigt werden und wird in handlichen Einzelteilen dort montiert.

    Die Gewölbeplanung ist nicht Teil meiner Aufgabe.

    Bei der Produktion der Stahltreppe wurde die Planung nicht genau eingehalten, und obendrein ist die gesamte Treppe beim Abladen aus dem Kranhaken gefallen, so dass sie sich wahrscheinlich etwas verzogen hat. Für die Untersichtgewölbeplanung wird die tatsächliche Form gebraucht. Genau dafür gibt es 3D-Scanner!

    Die Baustelle liegt in Papenburg auf der Werft, an Bord eines 340 Meter langen Kreuzfahrtschiffs. Dort verbindet die Atrium-Treppe die Decks 3 bis 5.
    Ich war vorher noch nie auf einer Werft. Beim nächsten Scan werde ich ganz sicher ein Paar geeignete Rollen unter meinem Messkoffer haben.

    Der Weg vom Parkplatz bis zur Treppe war mehr als 1 Kilometer zu Fuß, dazwischen lag eine Sicherheitseinweisung, eine Einfuhr-Werkzeugliste, ein Werksausweis und zwei ganze Stunden Zeit. Bürokratie und Sicherheit. Aufwendig, aber auch nützlich.
    Auf dem Deck angekommen, war die Treppe vor lauter Gerüsten kaum zu sehen.


    zL94rkLE8O6MzDz2.png


    Insgesamt überdeckt sie eine Grundrissfläche von etwa 16 x 12 Metern, so groß wie ein Einfamilienhaus.

    Die vielen Gerüste erfordern mehr Scanner-Standorte als ein freistehendes Bauwerk, aber so ungefähr wusste ich das ja vorher. Kletterei und Akrobatik inklusive.

    Mit 50 Standorten war die Arbeit vor Ort getan. Ein paar Stunden mit hoher Konzentration, immer im Blick haben, dass niemand am Scanner wackelt, darauf achten, dass das andere Werkzeug an der Großbaustelle keine Beine bekommt, und auf jeden Fall genug Scans machen, dass jeder Winkel der Treppe nachvollziehbar im Kasten ist. Die Baustelle ist mehr als 300 km entfernt und der Zugang mit Hindernissen verbunden.


    Als Zwischenergebnis liegt ein wilder Haufen Scans auf dem Bildschirm, der wie ein 3D-Puzzle sortiert werden will. Die automatischen Funktionen helfen nicht wirklich weiter, da ist Handarbeit angesagt, und bei jedem Scan wird sofort ein Genauigkeitsabgleich gemacht, und so lange zurecht gerückt, bis das Ergebnis stimmt. Verschobene Scans sind absolut tabu, die Konstruktion MUSS passen. Mit dem manuellen Zusammenbau habe ich bessere Erfahrungen gemacht als mit der Automatik. Die Fehlersuche in 50 Scans kann aufwendig sein, und die Korrekturen ebenfalls. Zudem weiß ich nie genau, ob nur EIN Scan daneben liegt, oder ob sich weitere an diesen Fehler angehängt haben.


    Beim Scannen wurde das gesamte Atrium als Umgebung mit aufgenommen. Auch die etwa 40 Elektriker, Schweißer Lüftungsbauer, Security-Leute und sonstige Monteure. Material, Leitern, Menschen, nichts steht wirklich still. (Insgesamt arbeiten etwa 2000 Leute auf dem Schiff.) Und einmal hat das Stativ doch gewackelt. Das Ende eines Schlauches, der über den Boden gezogen wurde, hat das Stativ erwischt. Also: diesen Scan verwerfen und gleich neu machen.


    Das zusammengesetzte Atrium habe ich als niedrig aufgelöste e57-Datei abgelegt. Möglicherweise hat mein Auftraggeber ja bezüglich der Montage Interesse daran.


    GT_2024-01-31_16-17-45.png


    Im nächsten Schritt geht es ans Bereinigen der Punktwolke, alles was unnötig ist, kommt raus. Zuletzt bleibt die Treppe mit den Podesten und der untere Boden in diesem Bereich.

    GT_2024-01-31_16-22-19.png


    Als Vorabzug habe ich eine geringe Punktdichte gewählt, so dass die Datei nur 33 MB umfasst und blitzschnell auf dem Bildschirm aufgebaut ist.

    Dann lade ich die Modelldatei dazu und sehe, wie weit Modell und Punktwolke gegeneinander abweichen. Dafür ist die Visualisierung in Dicam sehr nützlich, auch die Funktionen zur Ausrichtung der Punktwolke sind sehr gut und arbeiten schnell und sauber.

    Weil die reale Treppe an mehreren Stellen deutlich vom Planungsmodell abweicht, ist es notwendig, die Punktwolke noch mehrmals um einen geringen Betrag zu verschieben, so dass in vielen Bereichen eine gute Übereinstimmung gegeben ist, und die abweichenden Bereiche deutlich sichtbar werden. So ist zum Beispiel die Geschosshöhe der unteren Treppe um 5 cm geringer als geplant, die Konstruktion weicht auch an einigen Stellen im Grundriss und in verschiedenen Höhen ab.

    GT_2024-01-31_16-37-40.png


    Modell und Scan sind jetzt optimal überlagert. Jetzt gehe ich noch einmal ins Punktwolkenprogramm und richte die Scandaten mit den in Dicam ermittelten Werten so aus, dass die finale Punktwolke ohne jegliche Korrektur mit dem Modell übereinstimmt, das ich vom Kunden bekommen hatte. Damit ist gewährleistet, dass Modell und Punktwolke im Viewer und im CAD meines Kunden zweifelsfrei übereinstimmen, denn im Viewer habe ich keine Möglichkeit, die beiden Datensätze gegeneinander zu verschieben. Das habe ich mir eigentlich für jeden Scan inzwischen zur Regel gemacht, so dass ich bedenkenlos ein Modell und eine deckungsgleiche e57-Datei weitergeben kann. Hier bekommt der Kunde eine hochauflösende Punktwolke im 2mm-Raster, weil hier viele kleine Details abgebildet werden müssen.

    An "normalen" Baustellen gebe ich Daten im 20mm-Raster weiter und arbeite selbst im 8-10mm-Raster. Das ist auf jeden Fall detailreich genug.


    Das Schiff wird dieses Jahr im Oktober ausgeliefert und geht im Dezember auf Jungfernfahrt.

    Wann immer ich der "Disney Treasure" zufällig auf dem Ozean begegne, winke ich meiner Treppe zu. :)


    Wahrscheinlich bin ich in zwei Jahren auf dem nächsten Disney-Schiff und scanne wieder eine Treppe.

    Und bis dahin wird es noch viele andere große und kleine Projekte geben, deren Abmessungen digitalisiert werden wollen.

    ... die Rundung im DICAM mit einem PSB erzeugen? Sollte doch gehen.

    Es gibt ja in Dicam den runden Pfettenkopf, das PSB ist sicher dafür geeignet.

    Für den Laserzuschnitt ist der aber auch nicht wirklich rund, und darum ging es in diesem Thema doch eigentlich.


    Bei Pfettenköpfen ist es ja so, dass Hundegger daraus eine runde Fräsung macht, weil es ein entsprechendes Makro mitbringt.

    Beim Lasern von Stahl ist hier ein Kreisbogen erforderlich, nicht ein Segment aus einem Vieleck.

    Ich denke, hier ist jetzt die Programmierung gefragt.

    Die Wunschliste ist schon (oder immer noch) ziemlich lang, und ich vermute, die Priorität wird hierfür nicht ganz oben eingeordnet, aber wer weiß...


    Aus dem Text sind mir Deine Anforderungen nicht so richtig klar geworden.

    Vielleicht sollte das mit Skizzen nochmal erläutert werden.