Querfirst als Gaube?

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  • Hallo allerseits...


    Die nächste Herausforderung steht an. Mit den Gauben bin ich noch nicht sonderlich vertraut...



    Ich habe ein Grundriss mit einer rechten Aussenwand die ca. 85 Grad schräg steht und bis unter das Dach läuft.


    Mit dem Hauptdach kann diese Kontur bekanntlich ohne Probleme erzeugt werden.
    Ich möchte jedoch einen Querfirst in das Dach einfügen dessen rechte Traufe parallel zu dieser schrägen Aussenwand steht. (...ergibt eine steigende/fallende Traufe)



    Ich habe es im Schnelldurchlauf ausprobiert und die Gaubenkontur wurde immer winklig (90Grad) eingefügt...


    Frage:
    Bin ich auf dem richtigen Weg?
    Ist es überhaupt möglich Gaubenkonturen mit beliebigen Konturen/Winkeln einzugeben?


    Danke für die Hilfe...


    Domenik

    • Offizieller Beitrag

    Gauben stehen im Programm immer gerade, also Traufe und First einer Satteldachgaube stehen immer senkrecht zur Hauptdachtraufe.
    Bei schrägen Gauben würde ich eine eigene Hauskontur für die Gaube eingeben. Dann kann man die Gaube beliebig in's Dach einfügen.
    Man kann auch zuerst eine Gaube eingeben, diese dann auflösen (in Dachausmittlung) und dann bekommt man eine eigene Hauskontur für die Gaube, die man dann wieder manuell bearbeiten kann.

    Viele Grüße,
    Joachim Neumann (Dietrich's Technology GmbH)
    Software für den Holzbau, Abbund, Holzrahmenbau, Blockbau, Ingenieurholzbau und für die Fertighausindustrie

  • ...nun nimmt es Form an.


    Drei Details bringe ich allerdings nicht fertig:


    -Die Kehlen-Enden sollten eigentlich auf die Aussenecken der Wände laufen, dies könnte passen wenn die Gaubenfront mit der Aussenwand bündig gesetzt wird (Bezugslinie) - was ich aber nicht hinbringe...


    -Die Dachflächen laufen immer noch ineinander. Die sollten nun geschnitten werden, aber wie?


    -weitere Gaubensparren wollte ich noch anbringen, jedoch werden diese stehts auf der falschen Seite der Kehle platziert...



    Danke im Voraus für Inputs und Unterstützung!


    Einen guten Start und Gruss

  • Servus,


    ich konnte mich gestern leider nicht mehr melden, da ich an einem Kombielement gebastelt habe... und das war ziemlich 'tricky'... ;)


    Freut mich aber zu hören, wenn du schon weitergekommen bist :+:

    Schöne Grüße aus Österreich!
    Benjamin Gretsch

  • ...kein Problem! Hab einfach gepröbelt - aufwändig aber dafür gehts nicht mehr vergessen...


    Vielleicht doch noch ein Tip auf Lager wie so ein Fall am besten gezeichnet wird?
    Habs auch mit den Dachkonturen L-Bau und T-Bau versucht aber hatte da noch weniger Erfolg...



    Gruss

    • Offizieller Beitrag

    Die Gaube halte ich für den falschen Ansatz, die bringt hier nicht die gewünschte Dachform, denn dazu ist sie nicht flexibel genug (sie kann im Grundriss nicht gedreht werden, und die Dachflächen können über die Dachgestaltung nicht manipuliert werden).


    Für die perfekte Ausmittlung gibt es 3-4 verschiedene Möglichkeiten:


    - Du änderst den Grundriss so, dass mehr Kanten entstehen, so dass Du an jeder Kante eine Traufe definieren kannst. Das ist im Bereich der Kehle nicht so einfach, weil sie nur auf einen Traufpunkt auslaufen soll, ohne dass eine Traufkante entsteht. Die Grundrissform müsste deshalb etwas vergrößert werden, so dass auf jeden Fall eine Innenecke entsteht, an der automatisch eine Kehle erzeugt werden kann. Durch die Richtung der kurzen Ausmittlungskanten kannst Du auch die Richtung von Traufe und First bestimmen, wenn sie wie hier nicht rechtwinklig zur Hauptdachtraufe sitzen sollen.


    - Du kannst den Hauptdachgrundriss so belassen wie er ist, und anstatt eine Gaube zu setzen, kannst Du eine weitere Hauskontur ins Modell einfügen. Diese Hauskontur kann im Grundriss gedreht sein, und bildet die Grundlage für die Eingabe des Querdaches. Die Verschneidungen werden weitgehend automatisch erzeugt.


    - Wenn das alles zu kompliziert ist, kannst Du das Dach über freie Dachflächen eingeben. Dazu braucht man überhaupt keinen Grundriss, sondern nur einen Polygonzug, der die Dachfläche im Grundriss abbildet. Die Höhenlage und RIchtung der Dachfläche kann man über verschiedene Kombinationen von Punkten und/oder Neigungen bestimmen.


    - Alternativ kannst Du den Hauptdachgrundriss so lassen wie er ist, und nur das Querdach über die freien Flächen eingeben, also eine gemischte Kombination aus den beschriebenen Möglichkeiten.


    Bei allen genannten Ausmittlungen ist es möglich, die Flächen nachträglich über die Dachgestaltung anzupassen, falls die Form im Grundriss nicht ganz perfekt geworden ist.


    Ich weiß, dass meine Beschreibung im Alleingang nicht ganz einfach zu verstehen und umzusetzen ist. Wenn Du aber diese Möglichkeiten alle einmal ausprobiert und angewendet hast, dann schaffst Du damit wirklich jede Dachausmittlung!

  • ...Danke für deine ausführliche Antwort!
    Ich kann es durchaus nachvollziehen und wäre interessiert daran diese Möglichkeiten auszuprobieren...


    ...leider scheint es aber so, dass ich mit meiner "Ausrüstung" nicht weiterkomme.


    -weitere Hauskonturen lassen sich nur mit dem Verschneidungsmodul herstellen.
    -freie Dachflächen sind nicht aktiviert
    -Polygonpunkte sind nicht aktiviert


    Ich probiere es einmal mit deinem ersten Punkt und zeichne mehrere Traufen ein - dies kommt wahrscheinlich dem T-Bau am nächsten, was ich bereits probiert habe...



    Danke für deine Antwort und Gruss aus der Ostschweiz!


    Domenik

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