Punktwolken sind eine feine Sache, und manchmal denke ich daran, wie aufwendig das früher mit Bandmaß, Lot und Wasserwaage war...
Die Möglichkeiten, die wir heute haben, erleichtern nicht nur das Aufmaß, sondern die Daten, die ich von der Baustelle mitbringe, haben eine ganz andere Qualität.
Sie sind dreidimensional.
Sie sind sehr genau.
Sie sind umfassend, zeigen nicht nur das Objekt, sondern auch die Umgebung.
Sie stecken voller Zahlen, aber die muss man nicht mehr aufschreiben.
Stellen, die unzugänglich sind, können trotzdem gemessen werden.
Ich brauche keine Leiter und keine Gerüste zum Messen.
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Die Liste lässt sich noch lange fortsetzen...
Der Arbeitsablauf:
Ich bekomme eine Mail mit Entwurfsplänen für einen Anbau und die Bitte um ein Angebot für ein Scanneraufmaß, alles wie schon gehabt.
Aus den Bildern des Auftraggebers und aus den Online-Luftbildern kann ich schon die notwendigen Scanner-Standorte einschätzen.
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Die Standorte innerhalb des Gebäudes ergeben sich aus den Plan-Vorabzügen und aus Fotos des Auftraggebers.
Der Scanner nimmt von jedem Standort nicht nur Messdaten, sondern auch ein 360°-Bild auf.
Das dient dazu, die Punktwolke einzufärben, aber auch, um kleinere Details der Punktwolke besser zuordnen zu können.
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Aus Augenhöhe sieht man oft nur bis unter die Dachrinne, es wäre aber gut, Messdaten von der Dachfläche zu haben.
Dafür setze ich den Scanner auf ein Stativ, das bis 6,50 Meter Höhe reicht.
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Auf der Heimfahrt übertrage ich die Daten vom Scanner in den PC. Je nach Projektgröße dauert das über eine Stunde und kann gut unterwegs erledigt werden.
Im Büro setze ich die Punktwolken aus den Einzelscans zusammen, so dass ein stimmiges Gebäudemodell daraus entsteht.
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Die Punktwolke wird bereinigt und auf das Wesentliche beschnitten.
Außerdem richte ich sie schon perfekt aus, so dass die wichtigen Wände orthogonal verlaufen und die Eingangshöhe OKFF auf ±0,00 liegt.
Dann wird diese Ausarbeitung als Punktwolke im E57-Format exportiert und ist fertig.
Für einige Kunden reicht die E57-Datei, um darin weiter konstruieren zu können.
Es gibt aber auch Kunden, die keine Punktwolken importieren können.
Ich fertige dann ein Bestandsmodell an, mit dem mein Kunde in 3D weiterplanen und selbst konstruieren kann.
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In dem Modell werden aus Kostengründen nur die Bereiche detailliert dargestellt, die für den Anbau wichtig sind.
Die übrigen Bereiche werden vereinfacht modelliert. Fenster und Türen, die nur der Ansicht dienen, kommen nicht ins Modell.
Hier reicht ein Orthofoto auf einer Wand oder einer Arbeitsebene, um den Modellieraufwand gering zu halten und trotzdem genügend Info mitzugeben.
In diesem Modell habe ich auch das umgebende Gelände als Flächenmodell eingefügt. Das erleichtert z.B. die Planung von Außentreppen oder den Gerüstbau.
Mein Bestandsmodell gebe ich oft als "Hilfsbauteil #Weiß" weiter und ordne es der Freien Konstruktion zu.
Mein Kunde ist damit völlig frei, Geschosse, Decken, Wände, Dach selbst zu erstellen, ohne dass diese Strukturen sich mit meinem Modell überschneiden.
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In diesem Modell habe ich sogar den Gewölbekeller modelliert.
Das komplette Bestandsmodell ist hier nur ein einziges zusammenhängendes Bauteil, also sehr leicht zu handhaben.
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