Heute bekam ich einen Kundenanruf, dass im Maschinenabbund Kerven fehlen.
Das Projekt habe ich nicht selbst eingegeben, sondern ich hatte nur die Maschinenübergabe für ein fertiges Projekt zu machen.
Die Kollisionskontrolle hatte nur wenige Überschneidungen gefunden, die ich schnell repariert hatte, und danach nicht nochmal kontrolliert.
Nach der Reklamation habe ich mir das Bauteil genauer angesehen. Da fehlten nicht nur die Kerven in dem Sparren, sondern auch noch 3 Zapfenlöcher wo sich die Gaubenpfosten reinsetzen. Zwei dieser Löcher konnte ich über die Funktion "neu verbinden" erzeugen, das dritte ging nicht. Ich habe es dann manuell eingefügt, und den einen Sparren neu an die Maschine übergeben.
Danach habe ich die Kollisionskontrolle mehrmals mit unterschiedlichen Einstellungen laufen lassen, und zwar mit Toleranzwerten von 0,000 bis 0,005 m. Jedesmal bekam ich eine Meldung, dass die gewünschte Mindestdurchdringung nicht bei allen Volumen berücksichtigt werden kann.
Diese Meldung halte ich für unsinnig und nichtssagend, denn ich weiß danach nicht, was ich tun kann, um die Meldung zu vermeiden. Konkret informativ ist sie auch nicht, und einen Tipp zur Lösung verrät sie auch nicht. Wozu dann die Meldung?
Wenn ich die Kollisionen systematisch mit Werten von 0,000 bis 0,001 m prüfe, und jedesmal um 1/10 mm erhöhe, dann bekomme ich unterschiedliche Ergebnisse, die in sich nicht schlüssig sind. Bei kleinerer Toleranz durchdringen sich weniger Bauteile als bei größerer Toleranz. Das ist technisch nicht logisch, und auch mit der genannten Fehlermeldung nicht erklärbar.
Die frühere Kollisionskontrolle war zwar umständlicher zu bedienen, aber sie war zuverlässiger als die jetzige. Das merke ich nicht erst bei diesem Projekt. Aber dass mich deshalb Maschinenführer anrufen, das darf nicht wieder vorkommen.
Ich möchte auch nicht jedes Projekt mit einer ganzen Reihe von Toleranzwerten prüfen müssen, um wirklich alle Fehler aufzudecken.
Was ist hier machbar?