Gibts inzwischen Unterlagen zum Programmteil : Angebots und Rechnungserstellung ? Was kann das Programm alles. Eine Preisvorstellung wäre auch ganz interresant.
Wenns noch nichts gibt, wärs wissenswert wanns was gibt.
Gruß ans Team von
TZG05
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Gibts inzwischen Unterlagen zum Programmteil : Angebots und Rechnungserstellung ? Was kann das Programm alles. Eine Preisvorstellung wäre auch ganz interresant.
Wenns noch nichts gibt, wärs wissenswert wanns was gibt.
Gruß ans Team von
TZG05
Hallo TZG05,
ich faxe Ihnen übers Wochenende etwas zu.
Hallo,
ich habe mal eine Überblick über das Thema Kalkulation / Angebots- Rechnungserstellung zusammengeschrieben:
Ausgangspunkt für die Kalkulation sind die Aufmaßgrößen. Diese kommen sehr genau aus der Konstruktion. Kalkulation bedeutet, dass man aus diesen Aufmaßgrößen Preise ermittelt.
Welche Aufmaßgrößen können verwendet werden?
Es können alle Aufmaßgrößen verwendet werden, die im Aufmaßbaum auf der Hauptmaske des Baudatenprogramms zu sehen sind. Dabei können die Aufmaßgrößen verschiedener Ausführungen wahlweise zusammengefasst werden. So ist es in einigen Fällen sehr wichtig S10 und BSH zu unterscheiden. S10 soll ein anderer Einkaufspreis zugewiesen werden als BSH. In anderen Fällen (z. B. beim Transport) möchte ich aber BSH und S10 zusammengefasst haben.
Was kann den Aufmaßgrößen zugeordnet werden?
Faktor, Zuschlag, Preis
Das wichtigste ist, dass den Aufmaßgrößen ein Faktor, ein Zuschlag und ein Preis zugeordnet werden kann. Ein Faktor ist z. B. bei Dachschalung wichtig: Für 1 qm Dach brauche ich 1,05 qm Schalung (Verschnitt). Ein Zuschlag ist z. B. bei Dachrinnenhaken wichtig: Pro 1 m Traufe brauche ich genau einen Haken und ich brauche für jede Traufe einen Haken am Ende zusätzlich.
Der so ermittelte Wert kann mit einem Preis versehen werden. Das funktioniert natürlich auch für Löhne: Zum Schalen des Daches brauche ich pro qm X Gesellenminuten und Y Hilfsarbeiterminuten. Ein Geselle kostet XX Euro / qm, und ein Hilfsarbeiter YY Euro / pro qm.
Identnummer, Aufmaßartikelliste
Bauteile und Leistungen können im Bauteilkatalog hinterlegt werden. Wenn ich den Aufmaßgrößen die Werte zuordne, verzweige ich auf den Bauteilkatalog, weil dort die Preise hinterlegt sind. Diese Identnummern können in Aufmaßartikellisten zusammengefasst werden. So kann ich mir z. B. eine Materialliste für die Löhne anlegen. Um beim Beispiel mit der Dachschalung zu bleiben: In der Liste würde dann unter anderem die benötigte Arbeitszeit für Hilfsarbeiter und Geselle zum Dachschalen erscheinen. Ich kann dann über die ganze Baustelle zusammenfassen, was Geselle und Hilfsarbeiter für Zeit brauchen.
Zuschläge
Für jede dieser Verrechnungszeilen (wir nennen sie Aufmaßelemente) können Lohn-, Material- oder freie Zuschläge vergeben werden.
Kostenstellen
Größere Betriebe organisieren sich häufig nach Kostenstellen. Diesen Aufmaßelementen können Kostenstellen zugeordnet werden. Damit ist es möglich zu unterscheiden, ob die Kosten z. B. auf der Baustelle oder in der Werkstatt anfallen. Es ist möglich, Zusammenfassungen über die Kostenstellen auszugeben.
Weiterverarbeitung der Werte
Diese Ansätze können dann zu AVA-Positionen zusammengefasst werden. Dabei können verschiedenste Aufmaßelemente in eine AVA-Position einfließen. So brauche ich z. B. eine AVA-Position Dachschalung. Die Menge meiner AVA-Position kommt aus dem Dachflächenaufmaß. Der Preis der AVA-Position errechnet sich aus den Materialkosten plus den Lohnkosten.
Eine Positionsliste kann bis zu vier Varianten enthalten. Für jede Variante kann man gesonderte Zu- und Abschläge vergeben. Außerdem ist für das Projekt ein Prozentsatz für Wagnis und Gewinn einstellbar.
Vorlagen
Niemand will all diese Kalkulationsansätze immer wieder für jede Baustelle neu eingeben. Daher können diese Werte bequem in Vorlagen organisiert werden. Wenn man sich einmal Vorlagen angelegt hat, ist die komplette Kalkulation nur ein paar Mausklicks entfernt. Die Aufmaßgrößen erhalte ich aus der Konstruktion und die Kalkulation habe ich in Vorlagen hinterlegt. In der Vorlage steht, wie sich die Kosten für 1 qm Dachschalung zusammensetzen, in der Konstruktion habe ich 58,3 qm. Sofort habe ich einen sehr genauen Kostenansatz für 58,3 qm Dachschalung.
Ausgabe
Diese AVA-Positionsliste kann im der bekannten Weise ausgegeben werden. Dabei können verschiedene Optionen (z. B. mit / ohne Preise, …) gewählt werden. Ergebnis ist entweder eine RTF-Datei oder ich drucke gleich auf mein Firmenpapier meiner WinWord Vorlage. Das Erstellen langer Leistungsverzeichnisse ist also sehr schnell und bequem möglich.
Angebot / Auftrag / Rechnung
Wenn das Leistungsverzeichnis erstellt ist, kann es zu einem Angebot gemacht werden. Aus einem Angebot wird (hoffentlich) ein Auftrag. Ein Auftrag muss abgerechnet werden. Das führt uns in den Programmteil Rechnungen.
Ich habe mit dem Leistungsverzeichnis bereits alle Informationen, die ich für eine Rechnung brauche. (Wenn sich nach der Angebotsabgabe noch etwas ändert, kann das selbstverständlich berücksichtigt werden.) Das Baudatenprogramm ermöglicht es, Abschlagsrechnungen sowie pauschale und detaillierte Schlussrechnungen zu erstellen. Rechnungen können mit Textbausteinen versehen werden. Skontovereinbarungen können als Stammdaten hinterlegt werden. Diese können dann auf die konkrete Rechnung bezogen werden. Für die Rechnungsnummer werden mehrere frei definierbare Nummernkreise (z. B. Rechungen im Jahr 2006) unterstützt.
Wurde eine Rechnung verbucht, sind Zahlungseingänge verwaltbar.
Zusammenfassung
Aus der Konstruktion erhalte ich sehr genaue Aufmaßgrößen. Diesen können detaillierte Kalkulationsinformationen zugeordnet werden, die in AVA-Positionslisten zusammengefasst werden. Diese Kalkulationsinformationen können bequem in Vorlagen organisiert werden, so dass das Erstellen einer sehr genauen Kalkulation zu einer Sache von einigen Mausklicks werden kann. Da dann schon die grundlegenden Informationen vorliegen, kann eben so schnell eine Rechnung erstellt werden.
Es wurden sehr viele detaillierte Möglichkeiten vorgestellt. Der Eine braucht sie, den Anderen verwirren sie. Wen sie verwirren, der kann viele Aspekte weg lassen und das System funktioniert immer noch. Wer keine Nummernkreise, Positionslistenvarianten oder Kostenstellen braucht, der beschäftigt sich nicht damit und lässt sie einfach und es funktioniert trotzdem noch alles, wie er es braucht.
Hallo!
was bedeutet eigentlich im Fenster "Aufmaßset wählen" die Möglichkeiten
- Menge aus Position verrechnen
- Feste Menge
Beim herumprobieren hab ich nix feststellen können.
Danke für die Hilfe!
Andi
Hallo Andi,
es geht um die Frage, welche Menge im Aufmaßset verrechnet werden soll. Normalerweise wird die Menge aus dem Aufmaß verrechnet.
Die Schalter kannst Du setzten, auch wenn Du keinen Aufmaßwert für das Aufmaßset gewählt hast. (Die Schalter sind auch aktiviert, wenn Du in die Dialogbox reinkommst und Du noch keinen Aufmaßwert im Baum gewählt hast.)
Konkret bedeutet:
Menge aus Position verrechnen: Für das Aufmaßset wird die Menge der AVA-Position als maßgebliche Menge verrechnet und nicht die Menge aus dem Aufmaß.
Feste Menge: Du kannst eine feste Menge in das Aufmaßset eintragen. In der AVA-Dialogbox in der Aufmaßset Tabelle ist dann die Spalte "Menge" frei für die Eingabe. Normalerweise wird in dieser Spalte nur angezeigt, welche Menge verrechnet wird.
Allerdings haben wir einen Kniff eingebaut (daher hast Du vermutlich auch keine Änderung bemerkt): Die Schalter haben nur eine Auswirkung, wenn keine Menge aus dem Aufmaß vorhanden ist (entweder, weil das Aufmaßset nicht an einen Aufmaßwert hängt, oder weil es zwar an einem Aufmaßwert hängt, dessen Wert aber = 0 ist.)
Hintergrund ist folgender: Z.B. für "Feste Menge". Du hast noch keine konkreten Aufmaßwerte für Dein Projekt, musst aber kalkulieren. Also trägst Du einen Schätzwert als feste Menge ein. Später kommt dann der konkrete Aufmaßwert und Du bist nicht mehr auf Deinen Schätzwert angewiesen. Dann wird automatisch der korrekte und genaue Wert aus dem Aufmaß verwendet.
Ich hoffe, das war verständlich und hat Deine Frage beantwortet. Die Kalkulation hat einige Details, die wir für sehr nützlich und gut halten, die sich aber nicht unbedingt auf den ersten Blick erschließen. Daher: Wenn Du weitere Fragen hast, dann stelle sie bitte.
Danke für die Antwort Martin!
ihr müsst unbedingt Bescheid geben, wenn es Hilfeunterlagen, Tutorials oder Handbücher zum Kalk.modul gibt.
Hab noch ne Frage:
Ist der verw. EP, den ich eingeben kann mit oder ohne Zuschläge. Wenn ich nämlich die Material- und Lohnzuschläge ändere, dann ändert sich nicht der EP. Wenn ich aber den Gewinn ändere, dann ändert sich auch der EP.
In dem Zusammenhang frag ich mich, was der ber. EP ist, da ich den ja nicht ändern kann. Kommt der von der Materialdatenbank, wenn ich dort Preise eingetragen habe?
Gruß Andi
Hallo Andi,
der berechnete Einheitspreis berechnet sich aus dem Gesamtpreis aller enthaltenen Aufmaßsets (inclusive der darin verwendeten Material und Lohnzuschläge) und dem proz. Zuschlag der unter "Wagnis/ Gewinn" eingetragen wurde. Diese "Selbstkosten incl. Wagnis" für eine Position werden durch die verwendete Menge geteilt. Daraus ergibt sich der "berechnete Einheitspreis".
Dieser Preis stellt, wenn ich in den Aufmaßsets vernünftig kalkuliert habe, ziemlich exakt die Schwelle dar, ab der der von mir verlangte Einheitspreis meine Kosten und mein Risiko abdeckt. Wenn ich längerfristig Leistungen unterhalb dieses Preises anbiete mache ich Verlust.
Das schöne an dem von Dietrich´s berechneten Einheitspreis ist dass er sich aufgrund der Verknüpfungen mit den Aufmaßwerten immer an die konkrete Situation im aktuellen Projekt anpasst. Es wird z.B. nicht die "durchschnittliche" Menge Dämmung pro m² einer Standardkonstruktion in die Rechnung mit einbezogen, sondern die tatsächliche verwendete Materialmenge im Projekt. Für eine Giebelwand mit vielen Fenstern ergibt sich also aufgrund des aufwändigeren Holzkonstruktion ein anderer Quadratmeterpreis als bei einer Standardwand ohne Fenster.
Welchen Preis ich dem Kunden am Ende in Rechnung stelle ist mir freigestellt. Ich habe aber eine genaue Kontrolle, ob ich mit dem verwendeten Einheitspreis tatsächlich Gewinn mache oder ob sich der Auftrag vielleicht doch nicht lohnt.
In der Hilfe ist das alles so schlecht beschrieben damit kann ich überhaupt nichts anfangen.
Man findet über dieses Thema auch nirgends etwas geschrieben.
Läuft dieser Programmteil so schlecht oder warum gibt es hiervon keine Tipps und Filme
Dieser Programmteil wird nur von ganz wenigen Kunden verwendet und wird im Moment von uns auch nicht besonders vorangetrieben.
Sie könnten sich aber mit veedi kurzschließen. Er kennt diesen Programmteil und verwendet ihn.
Ist dieser Programmteil denn so schlecht das es sich nicht lohnt sich damit zu beschäftigen.
Und warum Arbeiten so wenige Anwender damit es bietet sich doch grade so an die Massen gleich vom Bauwerk zu übernehmen und damit zu Kalkulieren.
Ich hatte schon immer den Eindruck das im Baudatenprogramm viel drin steckt aber nur wenig rauskommt.
Diese Kalkulation ist sehr unüblich und viele Anwender erwarten von einer Kalkulation bestimmte Dinge, die es nicht gibt. Daher kommt diese Kalkulation nicht so gut an und wir haben daher die Weiterentwicklung zurückgestellt.
Es ist aber richtig, dass da eine ganze Menge drin steckt. Es werden sehr viele Daten aus dem Bauwerk direkt berücksichtigt und man kann Berge von Informationen herausholen. Dieser Programmteil wird von mehreren großen Fertighausherstellern sehr intensiv genutzt.
Ob dieses Programm schlecht ist oder nicht müssen Sie für sich entscheiden. Ein Gespräch mit veedi oder unserem Herrn Krause könnte da weitere Informationen bringen. Ich kann zur Anwendung nichts sagen, da ich mich mit diesem Programm nie beschäftigt habe. Herr Krause kennt sich aber sehr gut aus.
Ist doch schade das man das jetzt so rumliegen läst und nicht an den Mann bringt.
Vielleicht ist es auch zu kompliziert, ich blicke da nichts.
Werbung wurde auch nie gemacht so das man annehmen muss das Dietrichs selber nicht davon überzeugt ist.
Ich finde auch dass das gesamte Baudatenprogramm unübersichtlich und viel zu kompliziert ist mit den ganzen Einstellungen usw.
Wenn man seine Listen einmal richtig Eingestellt hat dann will man am liebsten nie mehr etwas davon wissen.
Ich finde hieraus könnte man etwas richtig gutes machen.
1. Wir sind überzeugt davon, aber leider die Kunden nicht.
2. Es wurde beworben, ist aber schon lange her.
3. Ohne Einweisung hat man hier keine Chance, weil es eben sehr komplex und nicht mit einer normalen Kalkulation zu vergleichen ist.
4. Der Aufwand, eine Kalkulation mit den üblichen Funktionen zu machen, ist sehr hoch und es gibt schon viele Kalkulationen am Markt. Daher haben wir das erst einmal beiseite gelegt. Das Interesse der Kunden war zu gering. Evtl. ändert sich das eines Tages, dann geht es evtl. weiter.
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