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  • Servus Zusammen

    Wir spielen mit dem Gedanken uns einen Tachymeter zuzulegen.

    Wir haben einen Faro Scanner und kommen sehr gut damit klar den Bestand auf der Baustelle zu messen und Projekte damit abzuwickeln.

    Mein Problem ist immer der Step vom Büro auf die Baustelle zurück. (Beispiel: Serielles Sanieren genaue Lage vom Haus das geht immer noch aber z.B. Die Fenster die sich verändern an der Fassade anzeichnen.

    Oder was ich auch schon hatte einen neuen Dachstuhl Windschief auf bestehende Wände setzten zwischen 2 Giebel.

    Oder ganz einfach für den Mauerer den Keller abstecken wenn alles am Bestand krumm ist.




    Hat damit jemand Erfahrung? Ich würde mich über ein paar Tipps oder Vorgehensweisen sehr freuen.

    Danke schon mal

  • Eigentlich alles kein Hexenwerk! ;)

    Beim Scannen mind. drei Punkte setzen (z.B) Schachbrett die mit dem Tachymeter von einem Standort zum Stationieren wieder benutzt werden können .
    Ich Klebe mir zum Scannen immer 15x15cm große Schachbretter , wenn ich mit dem Scannen fertig bin klebe ich ins Zentrum Zielmarken für den Tachymeter !
    Hier wäre schön es gebe Zielmarken die von beidem erkannt werden, Leider habe ich da noch nichts vernünftiges gefunden !
    Ganz wichtig sie so zu kennzeichnen das sie während der Bauphase nicht entfernt werden und man sie auch jederzeit wieder vernünftig anfahren kann ! :) :loudly_crying_face:
    Entweder habe ich dann beim Scannen den Tachymeter dabei , stationiere diesen über Bauachsen, messe meine Punkte und richte den Scann über Georeferenzierung aus , oder ich richte mir den Scann aus und übernehme die Punkte ins Dietrichs bzw nachher wieder als Referenzpunkte zurück in unseren BLK !


    Durchblättern
    In einem der Bilder siehst du Schlitzbleche, (Waren glaube ich so 200-300 Stück)
    Da wurden alle Anschweißpunkte mit dem Tachymeter überprüft ,Angezeichnet für den Schlosser und danach sämtliche Balkenlängen von meinem Kollegen angepasst!

    Tante Edit meint noch :
    Zum Keller Abstecken gibt es eine Berufsgruppe , (Geometer)
    Man muss ja nicht überall seine Finger drin haben)

    Macht es Recht ,
    oder lasst es bleiben


    Gruß
    Rainer

    Einmal editiert, zuletzt von BEAR ()

  • Veränderungen an Fenstergrößen oder neue Fenster in einer bestehenden Fassade würde ich nicht mit einem Tachymeter abstecken, sondern ganz einfach gegen eine nahegelegene gescannte Kante vermaßen.

    Wenn es solche Kanten nicht geben sollte, bringe ich eine Zielmarke für den Scanner an.

    Ich habe solche Zielmarken schon öfter an Giebelwänden angebracht, wo der alte Dachstuhl abgerissen wird und ein neuer, evtl. in anderer Form wieder aufgebaut wird.

    Von diesen Zielmarken ausgehend vermaße ich sämtliche Pfettenabstände und -höhen. Neue Öffnungen wären auf diese Weise auch eindeutig, schnell und preiswert einzumessen. Mein Tachymeter bleibt dafür im Winterschlaf, und das schon seit zwei Jahren.


    Das Anbringen der Zielmarken gestalte ich meistens sehr einfach. Zuerst zeichne ich ein Fadenkreuz mit dem Bleistift an die Wand. Einflexen war bisher nicht notwendig, würde ich aber auch machen, wenn die Bleirisse zu schlecht sichtbar sind. Je nach Untergrund klebe ich auch kleine Zielmarken, wenn ich davon ausgehen kann, dass sie fest und sicher sitzen. Manchmal nutze ich "Schachbrett"-Marken aus dem Etikettendrucker, die sind ca. 60x60 mm. Sie reichen aus, wenn ich sie aus bis zu 2 Meter Abstand scanne. Bei größeren Abständen nehme ich größere Schachbrettmarken, entweder ausgedruckt auf A4 oder als 30x30 cm Blechschilder.

    Die Papiermarken haben im Fadenkreuz ein kleines Loch, das ich mit dem Cutter schneide, so dass ich die große Marke exakt über einer kleine Marke oder einem Bleistiftkreuz anbringen kann.


    Das Weitermessen von diesen Zielmarken ist weniger aufwendig und viel günstiger als jeder Tachymetereinsatz, und das kann vor allem JEDER Beteiligte selber machen.


    26-10-2024_20-16-47.PNG

    Freundlich grüßt
    Der_Planer

  • Ok

    So in der Art habe ich es bis jetzt auch immer gemacht, nur ohne Marken.

    Ich habe einen Plan von der Bestandswand gemacht und die Fenster auf dieser Basis eingemessen. Besser ist es natürlich über die Zielmarke.


    Mir hat die Möglichkeit von Dietrichs gut gefallen über die Punkteliste ein Paar Fixpunkte auszugeben und über diese Punkte einen Tachymeter aufzustellen

    mit dem ich dann die Fenster einmessen könnte. hat das schon jemand gemacht wenn ja wie hat es geklappt.

    Dann könnte man halt aus jedem Scann weiter auf die Baustelle.

    Noch dazu habe ich momentan ein Projekt das total schräg ist und ich weiß gar nicht wie ich es nur über Zielmarken und messen sauber machen kann. Daher der Gedanke mit dem Tachymeter

  • Ob sich das für wenige "krumme" Projekte lohnt, musst Du mal selber durchrechnen.

    Ich habe einen Tachymeter einer sehr frühen Generation, der hat keine automatische Zielverfolgung.

    Mit diesem Gerät ist das Abstecken ziemlich zeitraubend, und es braucht eigentlich 2 Mann. Einer steht am Gerät und der andere hält eine Zielmarke ins Bauwerk.

    Die wird angemessen, stimmt natürlich nicht auf Anhieb. Am Gerät werden Korrekturwerte abgelesen und per Zuruf weitergegeben. Für jeden Punkt braucht man 4-6 Messungen, bis die Marke so eng angenähert ist, dass man das Ergebnis als zufriedenstellend betrachtet. Da geht viel Zeit ins Land.

    Für Absteck-Aufgaben würde ich unbedingt einen Tachymeter anschaffen, der eine Zielmarke automatisch verfolgen kann und ständig Rückmeldungen gibt, wohin man diese bewegen muss. Das geht viel schneller als mit meinem Gerät, und es braucht nur EINEN Bediener.


    Trotzdem bleibt die Rechenaufgabe, wann sich so ein Instrument amortisiert. Ich klebe an einem krummen Projekt lieber 2 Dutzend Zielmarken (bisher kam ich meistens mit 2 Marken aus). Krumme Gebäude haben auch eine Menge Referenzkanten, von denen man weitermessen kann. Daher ist es dann sinnvoll, ein paar Scannerstandorte mehr zu wählen, damit möglichst alle Flächen und Kanten erfasst werden.

    Beispiel: Wenn ich ein Fenster scanne, das seitlich vom Scanner liegt, sehe ich im Scan nur EINE Leibung, die andere "sieht" der Scanner nicht. Auf der versteckten Leibung gibt es keine Scan-Punkte. Man sieht zwar ungefähr, wo die Wandfläche aufhört, und wo die Punkte auf dem Fenster weitergehen. Das reicht oft aus, um eine Öffnung ausreichend genau nachzuzeichnen, aber als Referenzkante zum Weitermessen kann das zu ungenau sein.

    Sobald die andere Leibung auch gescannt wurde, dient sie zuverlässig als Referenzkante.

    Aber selbst wenn eine Leibung im Scan fehlt, kann man immer noch die andere als Referenz hernehmen.

    Freundlich grüßt
    Der_Planer

  • Ich danke euch für eure Antworten.

    Hilft ja Nix wir werden es nächste Woche mal ausprobieren wie wir mit einem Tachymeter von den Scann Punkten weg uns aufstellen können und weiter messen können. Mal sehen was dabei raus kommt.

    Danke

  • Ich würde dieses Thema gerne noch mal bzgl. der Software aufgreifen; In Dietrich's ist es ja vermutlich das Modul "Punkteliste", mit dem man die Daten für das Tachymeter exportiert, richtig?

    Wenn es um 3D-Scanner geht, kommt in Sachen Software ja einiges dazu, was man alles so an Lizenzen für Apps, Cloud etc. aufwenden muss. Sieht das beim Tachymeter ähnlich aus oder ist man hier schon günstiger dabei? Stichwort Amortisation und seltener Gebrauch ..

  • Servus, mit dem Mdul Punkteliste kannst du die entsprechenden txt- Daten aus dem Tachymeter einlesen. Die sind auch schön im 3d als Punkt mit der Nummer beschriftet und auch lesbar wenn man das Modell dreht.

    Zur Software kann ich nur von meiner Warte aus sprechen: ich habe einen Leica Builder 300, da war die Software (Construction Data Manager) dabei und man brauchte nichts extra dazu.

    Wie das bei den aktuellen Modellen aussieht, kann ich nicht sagen...

    Es grüßt der Doug

  • Mit der Punkteliste habe ich nie gearbeitet.
    Am Builder habe ich ein PDA mit einer externen Aufmaßsoftware namens "Vitas".

    Vitas nimmt nicht nur Punkte aus dem Builder auf, sondern man kann damit 3D-Polylinien erzeugen, und denen auch Layernamen zuweisen.

    Die Linien können als 3d-dxf exportiert werden und in Dicam über 1-04-5 eingelesen werden.


    Zum Abstecken exportiere ich eine 3d-dxf-Datei aus Dicam und importiere sie in Vitas.

    Dazu braucht es in Dicam die Funktion 1-05-7.


    Mein Builder ist einer der ersten Generation von Leica (R100M).

    Ich gehe davon aus, dass es heute (ein paar Generationen weiter) möglich ist, ohne Vitas direkt mit dem Tachymeter dxf-Daten auszutauschen.

    Freundlich grüßt
    Der_Planer

  • Das hört sich ja schon mal ganz gut an. Dann werde ich der Sache noch mal weiter nachgehen. Im Moment hätten wir auch eher gebrauchte Geräte und nicht die neuesten Generationen im Blick.

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