BIM Anwendergruppe

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  • Aktuelles Beispiel, auch von heute:


    Einem benachbarten Zimmerer ist sein AV-Mann wegen einer OP für einige Zeit ausgefallen.

    Wir haben uns vor 35 oder 40 Jahren zum letzten Mal gesehen. Neulich rief er mich an, ob ich noch "programmieren" würde.

    Ich hab nicht gleich verstanden, dass er damit meinte, Dachstühle zu modellieren und auf die Maschine zu bringen.


    Der alte Meister fährt immer selbst zur Baustelle, hält den Disto oder ein Bandmaß an die Wände, macht ein paar Striche ins Notizbuch und kommt mit diesem Ergebnis nach Hause. Seinen AV-Mann schickt er NIE zum Messen, das ist viel zu teuer. Der Ärmste versucht sein Bestes, mit einem seit 10 Jahren ungepflegten S+S auf eine ebenso alte ungepflegte SpeedCut zu bekommen.


    Und genau das ist seit ein paar Tagen meine Aufgabe.


    Wenn ich in dem Betrieb etwas von BIM erzählen würde, müsste ich sehr weit ausholen, denn das ist völlig unbekannt. Wohlgemerkt bei Zimmerleuten...

    Das erste Projekt hatte er auch "gemessen", ich war danach nochmal mit dem Scanner dort, nur für meine eigene Sicherheit.

    Danach gab es sehr viele Detailfragen, weil es zwar ein recht simples Dach ist, aber sehr viele Zwangspunkte hat, die von Architektenseite bis heute nicht ausgereift sind. Typisch für 2D-Planung und für Architekten, die keine Holzbauer sind. Antworten werden sicher bald kommen.


    Ich fühle mich beruflich ins Mittelalter versetzt: "... wird schon passen... wir schieben das schon hin... hat bis jetzt immer gut gegangen..."


    Das ist absolut nicht mehr meine Welt, aber es zeigt, wie weit die Realität manchmal zurückhängt.

    Freundlich grüßt
    Der_Planer

  • Aktuelles Beispiel von heute.

    Ein namhaftes Holzbauingenieurbüro möchte für die Kontrolle / Weiterbearbeitung eine CAD-Work Datei und kein IFC!

    Zufiel Aufwand für den Import, keine Lizenzen usw.


    Wir scheitern branchenintern schon an IFC, wie soll das Über alle Gewerke funktionieren?

    So geht es uns meistens auch da in CH die meisten mit CAD-Work unterwegs sind.

    Ich gebe immer ein IFC und zusätzlich den Web viewer mit aus, viele machen die Kontrolle nur noch mit dem Web viewer.

    Beim übergeben der IFC an einen Liferanten zb. CLT-Platten an Schneider best wood mus zwingen eine Web viewer mit ausgegeben werden den bei CAD-Work ist X nicht = Länge, sondern immer die Länste Kante ist die Länge, gerade das ist bei CLT/Brettsperholzplatte nicht immer der fal da ist die Decklage schnell mall auch die Schmalle seite.

    Schneider best wood mus also alle manuel über den Web viewer kontroliren und allenfals änder.


    Wir scheitern branchenintern schon an IFC, wie soll das Über alle Gewerke funktionieren?

  • So geht es uns meistens auch da in CH die meisten mit CAD-Work unterwegs sind.

    Ich gebe immer ein IFC und zusätzlich den Web viewer mit aus, viele machen die Kontrolle nur noch mit dem Web viewer.

    Beim übergeben der IFC an einen Liferanten zb. CLT-Platten an Schneider best wood mus zwingen eine Web viewer mit ausgegeben werden den bei CAD-Work ist X nicht = Länge,

    Wir sind auch aus der CH und machen es wie von dir beschrieben.


    Beim erwähnten Projekt macht sich die Architektur nicht mal die Mühe 2D-DXF einzulesen, um selber ein Mass zu messen. Ich bekomme ein PDF zurück mit gewünschten Vermassungspunkte :loudly_crying_face: .

    Gruss Andri

  • Mit der Entwicklung der übergreifenden IFC-Schnittstelle Anfang der 2000er Jahre wurde sinnbildlich ein universeller Sammelcontainer geschaffen. Allerdings gelang es nicht, die Softwarefirmen und die Anwender ausreichend einzubinden. Formal kann jede Software Daten importieren und exportieren, jedoch hat jede Schublade, in die die Informationen gelangen, mehrere Register, und jede Software interpretiert diese anders. Wenn dann die Vertreter bei buildingSMART zu einem Round Table Holzbau eingeladen werden, erscheinen keine Softwarehäuser die sich mit Tragwerksplanung und Architektur beschäftigen. Lediglich die großen Akteure des Holzbaus sind präsent. Positiv zu berichten ist, dass neben Dietrichs auch Cadwork und Sema teilnahmen und viele positive Ergebnisse erzielten, die heute im IFC enthalten sind.


    Den Unmut auf die Architekten möchte ich hier nicht weiter anheizen, es wurde schon einiges Wahres gesagt. Die Hochschulen haben das Thema BIM erst in den letzten fünf Jahren ernsthaft aufgegriffen und somit lange verschlafen. Die HOAI sieht BIM nicht einmal vor, was dazu führt, dass viele Architekten glauben, BIM nehme ihnen Aufträge und Geld weg. Da keine Regelung für Koordination und Vergütung im Zusammenhang mit BIM existiert, bleibt das Fachwissen oft mangelhaft.


    Auch wir Holzbauer haben in diesem Bereich unsere Defizite. Es fehlt uns an grundlegender Ausbildung in diesem Bereich schon in der Lehre. Wir Holzbauplaner/Konstrukteur, (abwährtend) Arbeitsvorbereiter sind kein anerkannten Ausbildungsberufe, wodurch Kollegen ins Büro kommen, die oft nicht einmal grundlegende Office-Programme bedienen können. Wie soll man dann erwarten, dass sie eine saubere IFC-Datei exportieren? Diejenigen von uns, die im mittleren Alter sind, werden sich vermutlich noch lange mit unsauberer Zuarbeit im Bereich BIM herumschlagen müssen. Doch ich hoffe, dass BIM bis zu meiner Rente kein Buzzword mehr ist, sondern ein Standard geworden ist. Vielleicht werden dann in Deutschland auch digital signierte IFC-Dateien und 3D-Modelle von Behörden verschickt, weil endlich kein Papier für den Stempel mehr benötigt wird...

    System:

    Windows 11 Pro

    Intel(R) Xeon(R) CPU W-2123 4x 3.60 GHz

    nVidia Quadro P2000


    Astreine Grüße
    Torge

  • Moin Moin,

    Naja, den Sinn und Nutzen "verstehen" tun sicher viele. Dass BIM für die Zukunft was bringen kann ist sicher auch allen klar. Die Betonung liegt eben aktuell auf "in Zukunft". Wie man in diesem Thread super erkennen kann ist es einfach aktuell noch viel zu kompliziert und unsicher, sich darauf gänzlich einzulassen. Die Generalunternehmer und -Übernehmer sind vielleicht durch Ihren Gewerkeübergreifenden Kontakt die ersteren, für die der direkte Nutzen von BIM ersichtlich ist. Ich meine, es dauert noch lange bis man nicht mehr um BIM herum kommt. Und ich glaube, da muss auch noch viel Licht ins Dunkel gebracht werden seitens der technischen Anbieter.

    Ich habe besonders gute Erfahrungen mit IFC aus ArchiCad gemacht, wobei ich nicht wusste, dass es dort jetzt auch eine Dietrichs-Option im Export gibt. Die ist dann wohl relativ neu und macht das ganze wohl noch sauberer.
    In einem Revit-Projekt hatte ein Architekt vor kurzem Probleme beim Export und erhielt in Revit mit Export-Einstellungen für den Holzbau Abstürze. Ich selbst habe den Export dann mit Revit 2024 auf einfache Standard-Einstellungen machen können. In Dietrichs jeoch habe ich Wände usw. gelöscht und nur Exterieur und den Massivbau übernommen. Das war OK und hat sich immernoch sehr gelohnt. Da ist aber noch Luft nach oben. Mir scheint immer, BIM sollte eine Übergreifende Schnittstelle sein. -Aber überall braucht es spezifische Optionen, bzw. Angaben damit es funktioniert.

    Hallo Sven, ich danke dir herzlich für deine Informationen, das habe ich gemeint, als ich die Fragen gestellt habe, die Zukunft wird es zeigen, und soweit ich festgestellt habe sind etliche Kommunen bzw. Gemeinden und Städte dabei ab 2026 immer BIM anzufordern, zumindest in der Schweiz am Beispiel Zürich oder Winterthur. Den Dietrich's Übersetzer hatte ich damals mit IDC in Sarnen erstellt, Archicad Distributor in der Schweiz. Revit werde ich in nächster Zeit besser kennenlernen. Nochmal danke, mir hilft jeder Kommentar weiter. LG Bruno

    BIM im Holzbau

  • Aktuelles Beispiel von heute.

    Ein namhaftes Holzbauingenieurbüro möchte für die Kontrolle / Weiterbearbeitung eine CAD-Work Datei und kein IFC!

    Zufiel Aufwand für den Import, keine Lizenzen usw.


    Wir scheitern branchenintern schon an IFC, wie soll das Über alle Gewerke funktionieren?

    Hallo Andri, dass ist äusserst schade und ich kann dem Holzbau Ingenieur nur den Tipp geben, möglichst offen zu bleiben. Soweit ich weiss ist der Austausch von CAD Daten ebenso schwierig oder Suboptimal selbst im gleichen System, der eine Zeichner hat OSB Braun eingestellt und BSH Rot, der andere nutzt Rot für Gipsplatten und Braun für C24, das geht also auch nicht ohne Kommunikation. Es zeigt leider die Unwissenheit der CAD Anwender, das möchten wir mit diesem Thread natürlich gerne in den Griff bekommen und dazu muss man davon wissen. Wenn du mir den Namen als PM sendest melde ich mich gerne beim Ingenieur. LG Bruno

    BIM im Holzbau

  • Vielen Dank für diese super Geschichte, ich finde das auch sehr sympatisch, aber die Zeit in der das gut ging ist wohl vorbei. Der Holzbau ist ein traditionell gebliebenes Gewerk und das ist gut so. Dabei müssen wir aber aufpassen, dass uns der Wettbewerb nicht davon rennt, und somit der Baustoff und dessen Vorteile nicht hervorgehoben werden können. Auch das ist ein Grund BIM Anzuwenden und ich bin überzeugt der "Altmeister" ist auf dich zugegangen, weil er weiss das du noch programmierst, zwar moderner aber zuverlässig ;)

    LG Bruno

    BIM im Holzbau

  • So geht es uns meistens auch da in CH die meisten mit CAD-Work unterwegs sind.

    Ich gebe immer ein IFC und zusätzlich den Web viewer mit aus, viele machen die Kontrolle nur noch mit dem Web viewer.

    Beim übergeben der IFC an einen Liferanten zb. CLT-Platten an Schneider best wood mus zwingen eine Web viewer mit ausgegeben werden den bei CAD-Work ist X nicht = Länge, sondern immer die Länste Kante ist die Länge, gerade das ist bei CLT/Brettsperholzplatte nicht immer der fal da ist die Decklage schnell mall auch die Schmalle seite.

    Schneider best wood mus also alle manuel über den Web viewer kontroliren und allenfals änder.


    Wir scheitern branchenintern schon an IFC, wie soll das Über alle Gewerke funktionieren?

    Hallo Soli
    das ist einer der Vorteile den ein CAD Zeichner in einem freien 3D Modell organisieren muss. Selbst die Zeichner sind zerstritten in der Anwendung ob zBsp. eine Baugruppe eine Wand ist oder doch eine Bauuntergruppe. Strukturelles Denken bzw. Arbeiten ist für Zeichner wirklich schwer umzusetzen und wird oft mit dem Kommentar abgetan, das bedeutet Mehraufwand. Wenn alle einheitlich arbeiten und einheitlich Daten austauschen (IFC) werden solche Strukturen genutzt. ZBsp. wurde bei BuildingSmart damals festgelegt was bei einer Platte wie CLT Länge (X) Breite (Y) und Dicke (Z) ist, ein Zeichner kann aber trotzdem eine freie Platte erstellen bei der das System durch diese Angaben Länge (Y) erkennt usw.

    Da mit IFC auch stetig eine aktuelle Version gepflegt wird, ist es für ideal für alle Gewerke und weil wir grade davon sprechen, wer sagt das es mit anderen Fachbereichen nicht besser klappt. Lasst euch nicht täuschen, ich habe mit Fachplaner zu tun die teilweise bessere Planungen abliefern im IFC Format als der Holzbau.

    LG Bruno

    BIM im Holzbau

  • Wir sind auch aus der CH und machen es wie von dir beschrieben.


    Beim erwähnten Projekt macht sich die Architektur nicht mal die Mühe 2D-DXF einzulesen, um selber ein Mass zu messen. Ich bekomme ein PDF zurück mit gewünschten Vermassungspunkte :loudly_crying_face: .

    Autsch, ist sicher nicht ideal so, ich kann dir nur den Tip geben, redet mit den Architekten.

    BIM im Holzbau

  • Mit der Entwicklung der übergreifenden IFC-Schnittstelle Anfang der 2000er Jahre wurde sinnbildlich ein universeller Sammelcontainer geschaffen. Allerdings gelang es nicht, die Softwarefirmen und die Anwender ausreichend einzubinden. Formal kann jede Software Daten importieren und exportieren, jedoch hat jede Schublade, in die die Informationen gelangen, mehrere Register, und jede Software interpretiert diese anders. Wenn dann die Vertreter bei buildingSMART zu einem Round Table Holzbau eingeladen werden, erscheinen keine Softwarehäuser die sich mit Tragwerksplanung und Architektur beschäftigen. Lediglich die großen Akteure des Holzbaus sind präsent. Positiv zu berichten ist, dass neben Dietrichs auch Cadwork und Sema teilnahmen und viele positive Ergebnisse erzielten, die heute im IFC enthalten sind.


    Den Unmut auf die Architekten möchte ich hier nicht weiter anheizen, es wurde schon einiges Wahres gesagt. Die Hochschulen haben das Thema BIM erst in den letzten fünf Jahren ernsthaft aufgegriffen und somit lange verschlafen. Die HOAI sieht BIM nicht einmal vor, was dazu führt, dass viele Architekten glauben, BIM nehme ihnen Aufträge und Geld weg. Da keine Regelung für Koordination und Vergütung im Zusammenhang mit BIM existiert, bleibt das Fachwissen oft mangelhaft.


    Auch wir Holzbauer haben in diesem Bereich unsere Defizite. Es fehlt uns an grundlegender Ausbildung in diesem Bereich schon in der Lehre. Wir Holzbauplaner/Konstrukteur, (abwährtend) Arbeitsvorbereiter sind kein anerkannten Ausbildungsberufe, wodurch Kollegen ins Büro kommen, die oft nicht einmal grundlegende Office-Programme bedienen können. Wie soll man dann erwarten, dass sie eine saubere IFC-Datei exportieren? Diejenigen von uns, die im mittleren Alter sind, werden sich vermutlich noch lange mit unsauberer Zuarbeit im Bereich BIM herumschlagen müssen. Doch ich hoffe, dass BIM bis zu meiner Rente kein Buzzword mehr ist, sondern ein Standard geworden ist. Vielleicht werden dann in Deutschland auch digital signierte IFC-Dateien und 3D-Modelle von Behörden verschickt, weil endlich kein Papier für den Stempel mehr benötigt wird...

    Hallo Torge
    ich stimme zu, wie du zurecht geschildert hast sind die Schulen erst seit kurzer Zeit am Thema dran, also beschäftigt hat man sich bereits, aber in den Unterricht einfliessen lassen hat man es lange nicht. Das ist aber auch nicht verwunderlich und auch hier stimme ich zu, vielleicht zur Rente ist es so wie du schilderst, also schon bald, wenn ich mich als Masstab nehme ;-O Es ist auch nicht hilfreich einen BIM Koordinator anzuheuern, der zwar die Theorie kennt aber den Holzbau nicht.

    Einen BIM Koordinator anzustellen oder extern zu beauftragen macht also Sinn, wenn der noch den Holzbau versteht, umso besser, kennt er sich dann noch mit der EDV im Holzbau und strukturiertem arbeiten aus, so ist er eine echte Bereicherung und eben ein BIM Experte.

    Danke Torge für deinen Beitrag
    LG Bruno

    BIM im Holzbau

  • BIM und CAD/CAM hin u. her, meine Erfahrung ist, dass das Problem oft vor dem Bildschirm sitzt. Dann sind die Daten -und wenn sie noch so gut ex-/importiert werden- einfach Müll.

    Anmerkung eines Kollegen, die auf HSB u. CaWo arbeiten - also quasi systemübergreifend: Ein rechtwinkliges Gebäude kommt als Modell an und die Winkel sind 89,9632° usw.. Das ist für den Vorplaner rechtwinklig (bzw. in der Toleranz), für uns -und offensichtlich auch für andere Holzbauprogramme- ein Problem.

    D.h. wenn ich solche Daten als Planungsgrundlage importiere, übernehme ich mir Probleme ins Projekt, die ich nicht haben will und hinten raus nur Scherereien/Mehraufwand/Kosten machen/verursachen.

    Da zieh ich mir das Gebäude lieber komplett neu (anhand von pdf- oder dwg-Plänen - Willkommen in der Vergangenheit!!) auf, dann weiß ich auch wer welche Fehler macht u. wer (bzw. welcher mein Anteil daran ist) hierfür zuständig ist.

    ______________

    Gruß


    RedGre

    Edited once, last by RedGre ().

  • Das beschriebene Problem kenne ich sehr gut aus dwg/dxf-Importen, vermute aber auch, dass sich das in BIM fortsetzt, wenn auch vermutlich nicht so stark. Ein 3D-Modell ist ja immerhin so konsistent, dass alle Körper an Ecken und Kanten geschlossen sind, also anders als bei 2D-Linien.

    Freundlich grüßt
    Der_Planer

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